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Chaussee - Zeitschrift für Literatur und Kultur der Pfalz
„Führer und Verführte“ - Herbst-/Winter-Ausgabe bietet Texte zur NS-Zeit in der Pfalz
Entsprechend der Urlaubszeit ist die Sommerausgabe der pfälzischen Literatur- und Kulturzeitschrift „Chaussee" gänzlich dem Thema „Reisewege" gewidmet. Das 132-seitige Heft enthält nicht die üblichen Reiseberichte über Gegenden, die vielen Lesern ohnehin vertraut sind, sondern Texte über relativ unbekannte Länder, etwa Myanmar (Burma). Besondere Aufmerksamkeit verdient Richard Jülgs erschütternder Bericht von der Suche nach seinem 1988 in der Sahara umgekommenen Sohn und dessen Begleiter. Ebenso lesenswert sind Texte mit ganz anderem, wissenschaftlichem Ansatz, so der Essay von Klaus Kufeld. Auch Simon Werles Prosa „Okelegoma" verdient aufgrund ihrer stilistischen Brillanz Beachtung. Rezensionen interessanter Neuerscheinungen runden die Ausgabe der „Chaussee" ab.
„Chaussee“ bietet Pfälzer Autorinnen und Autoren seit 1998 ein Forum; die darin abgedruckten literarischen Texte sind in der Regel Erstveröffentlichungen. Die Zeitschrift wird vom Bezirksverband Pfalz herausgegeben, um das literarische Schaffen in der Region zu fördern. „Chaussee“ ist für fünf Euro im Buchhandel (ISSN 1436-1442) oder über den Buchshop des Instituts für pfälzische Geschichte und Volkskunde erhältlich. Ein Abonnement mit zwei Ausgaben pro Jahr (Mai und November) kostet zehn Euro frei Haus und kann hier bestellt werden.



