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Der Bezirksverband Pfalz begeht seinen alljährlichen Gedenktag für die Opfer der NS-Psychiatrie am Montag, 28. Januar, in zwei seiner Einrichtungen, dem Pfalzklinikum für Psychiatrie und Neurologie in Klingenmünster und dem Pfalzinstitut für Hörsprachbehinderte (PIH) in Frankenthal. Die Schulgemeinschaft des PIH erinnert ab 10 Uhr mit einer von Schülern und Lehrern seiner Berufsbildenden Schule gestalteten Gedenkfeier an die Menschen, die der national-sozialistischen Gewaltherrschaft zum Opfer fielen. Da es während der NS-Zeit auch in Frankenthal eine psychiatrische Klinik in Trägerschaft des Bezirksverbands Pfalz gab, wurde am Gebäude des Pfalzinstituts vor zwei Jahren, wie bereits 1993 auf dem Gelände des Pfalzklinikum ein Gedenkstein für die NS-Opfer errichtet.

In der Kirche des Pfalzklinikums in Klingenmünster findet um 14 Uhr für alle Interessierten ein ökumenischer Gottesdienst statt, bei dem Patienten der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Beispiele ihrer Beschäftigung mit der NS-Zeit zeigen. Es schließt sich eine Kranzniederlegung am Gedenkstein in der Allee des Pfalzklinikums an. "Gedenkveranstaltungen sind ein wichtiger Bestandteil unserer Kultur, aber es reicht nicht, sich ein Mal im Jahr mit dem dunkelsten Kapitel der 150-jährigen Klinikgeschichte zu beschäftigen", sagt Bezirkstagsvorsitzender Theo Wieder. "Deshalb sind wir dabei, den Klinikfriedhof in eine Gedenkstätte umzugestalten, um so einen würdigen Ort zu schaffen, wo jederzeit Erinnerung, aber auch wachsames Hinterfragen unseres heutigen Handelns möglich ist." Nach Abschluss der Bauarbeiten wird der erste Teil der Gedenkstätte am 11. April feierlich eingeweiht.

Nachricht vom Dienstag, 22. Januar 2008
Gedenkstein für die NS-Opfer: 2006 im Frankenthaler Pfalzinstitut errichtet
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