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Über die Anfänge der verwaltungswissenschaftlichen Hochschule
Vortrag im Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde
"Die Gründung und Anfänge der Verwaltungshochschule in Speyer – eine gescheiterte Reform?" beleuchtet Prof. Dr. Karsten Ruppert in seinem Vortrag am Mittwoch, 7. Oktober, um 19.30 Uhr im Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde Kaiserslautern, Benzinoring 6 (Eintritt frei). Im Januar 1947 wurde die heutige Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer ins Leben gerufen, wobei die französische Besatzungsmacht im Zuge ihrer Umerziehung der Deutschen in ihrer Zone ein neuartiges Ausbildungskonzept verfolgte. Der juristische Verwaltungsbeamte deutscher Tradition sollte durch den demokratischen Beamten des höheren Dienstes abgelöst werden. Dabei war der Neugründung eine zentrale Aufgabe zugedacht. Sie sollte die akademischen Anwärter gleich welcher Fachrichtung in einem um die Praxis erweiterten Studium in die Verwaltung einführen und deren Allgemeinbildung vertiefen. Gegen diese Vorstellungen hatten die Länder der französischen Zone von Anfang an massive Vorbehalte. Der Vortrag schildert Positionen und Motive beider Seiten in dieser Auseinandersetzung um die Reform wie auch Gründung und Ausbau der Verwaltungshochschule im Rahmen der französischen Besatzungspolitik. Schließlich wird der Ausgang des Kampfes vor dem Hintergrund der Zuspitzung des „Kalten Krieges" gedeutet und danach gefragt, was von diesem Aufbruch geblieben ist. Ruppert lehrt Neuere und Neueste Geschichte an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt; zu seinen Forschungsgebieten gehört unter anderem die Verwaltungs- und Verfassungsgeschichte.



