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Die Stadt Hornbach als Eigentümerin des Klosters, der Förderverein „Kultur in der Stadt Hornbach" als Betreiberin des Historamas und der Bezirksverband Pfalz als Träger beziehungsweise Mitträger zahlreicher kultureller Einrichtungen in der Region sind eine Kooperation eingegangen, um den Betrieb des 2003 eröffneten Museums für die Zukunft sicher zu stellen. Während die Stadt dem Förderverein die Räumlichkeiten überlässt, unterstützt der Bezirksverband Pfalz das multimediale Klostermuseum auf dem Gelände der ehemaligen Benediktinerabtei Hornbach mit einem jährlichen Höchstbetrag von bis zu 35.000 Euro. Ein sechsköpfiger Koordinierungsrat wird künftig alle wesentlichen Angelegenheiten des Museumsbetriebs beraten und darüber befinden. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde unterzeichneten Bürgermeister Reinhold Hohn, Beigeordneter Heinz-Walter Roth für den Förderverein und Bezirkstagsvorsitzender Theo Wieder im Kloster Hornbach den Betreibervertrag für das Historama.

„Es ist ein Anliegen des Bezirksverbands Pfalz, Einrichtungen in sein Netzwerk aufzunehmen, die eine über das Lokale hinausgehende Ausstrahlung haben", begründete Wieder die Beteiligung des regionalen Dachverbands. Die ehemalige Abtei stelle „einen zentralen Punkt in der europäischen Kulturgeschichte und ein elementarer Teil eines mittelalterlichen christlichen Netzwerks dar". Denn sie sei nicht nur eines der bedeutendsten Klöster in der Pfalz, sondern auch eine wichtige Pilgerstation auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostella in Spanien. „Lange vor unserer Zeit ist hier Glauben gelebt, Geschichte gepflegt und Bildung vermittelt worden", erläuterte Wieder. Besonderes Augenmerk müsse auch darauf gelegt werden, das Historama offensiv pädagogisch auszurichten, um junge Besucher an die Materie heranzuführen. Hier könne man die Erfahrungen im Bezirksverband Pfalz nutzen und sich beispielsweise am Pfalztheater und an der Pfalzgalerie in Kaiserslautern, am Historischen Museum der Pfalz in Speyer und am Dynamikum in Pirmasens orientieren.

„Dank der Unterstützung durch den Bezirksverband Pfalz, aber auch seitens des Landkreises Südwestpfalz und der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land gelingt es uns, das Historama ganztägig offen zu halten", sagte Hohn. Die grenznahe Lage erlaube es, eine enge Zusammenarbeit mit Frankreich aufzubauen, etwa in Form von Prospektmaterial und Kombitickets. „Pirminiusland und Bitcherland müssen gemeinsam das geschichtliche und kulturelle Erbe pflegen", so Hohn. Und Daniel Zintz, Mitglied des Generalrats im Departement Moselle sowie Präsident des Zweckverbands der Gemeinden des Bitcherlands, ergänzte: „Die deutsch-französische Freundschaft lebt – nicht nur zwischen Berlin und Paris." Da der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftszweig sei, liege es nahe, grenzüberschreitend zu denken und gemeinsam die Region voranzubringen.

Nachricht vom Montag, 01. März 2010
Sichern Zukunft des Historamas Kloster Hornbach (von links): Bezirkstagsvorsitzender Theo Wieder, Bürgermeister Reinhold Hohn und Beigeordneter Heinz-Walter Roth als Vertreter des Fördervereins bei der Vertragsunterzeichnung

Sichern Zukunft des Historamas Kloster Hornbach (von links): Bezirkstagsvorsitzender Theo Wieder, Bürgermeister Reinhold Hohn und Beigeordneter Heinz-Walter Roth als Vertreter des Fördervereins bei der Vertragsunterzeichnung

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