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Patrick Daul zeigt Zusammenhänge
Ausstellung des Frankenthaler Künstlers und Kunsterziehers in Großkarlbach
Am Sonntag, 4. März, eröffnet der Kunst- und Kulturverein Sieben Mühlen in Großkarlbach, Kändelgasse 4, um 11 Uhr eine Ausstellung mit Arbeiten von Patrick Daul. Er wurde 1970 in Frankenthal geboren und ist dort seit 2007 Fachlehrer für den Werkunterricht im Pfalzinstitut für Hören und Kommunikation (PIH). Seine Holzskulpturen, Keramiken und Plastiken aus Speckstein sowie Malereien wollen zum Nachdenken anregen, Zusammenhänge aufzeigen und das Thema Integration durch Hinterfragen entdecken.
„Daulkunst“, wie er seine Ausstellung nennt und womit er gleichzeitig auf seine Homepage verweist, zeigt aber auch sein Werk in seiner breiten Spannweite des Schaffens mit seinem fundierten Werdegang. Vielschichtig ist seine Ausbildung. Es fanden schon im frühen Kindesalter autodidaktische Mal‑ und Zeichenversuche statt. Er besuchte sodann Zeichenkurse, unter anderem auch bei dem Frankenthaler Zeichner Leopold Mimler. Mit einer Schreinerausbildung setzte er seinen Werdegang fort. Nach dem Besuch der Kunstschule Rödel in Mannheim fand er an der Fachhochschule Nürtingen im Studium der Kunsttherapie mit dem Diplom seinen vorläufigen Abschluss.
Er war danach zunächst in der Psychiatrie Hans‑Prinzhorn‑Klinik in Hemer tätig. Es folgte ein psychologisches Fernstudium sowie die Auseinandersetzung mit der Kunstrichtung Art Brut, wodurch seine grafische Bildersprache sich weiterentwickelte und prägte. Arbeiten aus den späten neunziger Jahren zeigen diese Bildsprache in Verbindung von Bild und Text. Auch sie werden in dieser Ausstellung gezeigt. Sein aktueller Schwerpunkt liegt jedoch auf dem plastischen Gestalten mit Steingutmasse. Keramik ist für Patrick Daul die „Kommunikation“ schlechthin, die seine Arbeiten am Pfalzinstitut (PIH) mit hörbeeinträchtigten Schülerinnen und Schüler kennzeichnet und auch privat zu Kunstwerken führt, wie sie jetzt in Großkarlbach an den vier Märzsonntagen (am 4. März von 11 bis 13 Uhr, am 11., 18. und 25. März jeweils von 14 bis 16 Uhr) in Anwesenheit des Künstlers zu sehen sind.





