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Die Stadt Freinsheim verleiht die Hermann-Sinsheimer-Plakette am kommenden Sonntag, 14. Februar, um 11 Uhr im Vom-Busch-Hof an Roland Paul. Am Vorabend, 13. Februar, um 19.30 Uhr hält der Geehrte am gleichen Ort einen Vortrag mit dem Titel „Von jüdischen und anderen Verbannten und Migranten“.

Die Plakette ehrt Personen, die sich mit ihren Veröffentlichungen gegen das Vergessen von Leid und Unrecht, das Verbannte und Verfolgte erfahren haben, einsetzen. Roland Paul, Direktor des Instituts für pfälzische Geschichte und Volkskunde in Kaiserslautern, widmet einen großen Teil seiner Arbeit seit vielen Jahren der Ein- und Auswanderungsgeschichte der Pfalz. Die Geschichte der jüdischen Bevölkerung, und dabei insbesondere ihre Verfolgung während der NS-Zeit, ist ein Schwerpunkt seines Schaffens. Seine Recherchen und die Vorstellung derselben führen ihn immer wieder auch ins Ausland, insbesondere in die USA, wo er an der Kutztown University in Pennsylvania widerholt als Gastdozent tätig war. In zahlreichen Publikationen erinnert er an das Schicksal pfälzischstämmiger Juden, wie etwa der Landauerin Gretl Drexler oder des Pirmasensers Alfred Schwerin. Zurzeit arbeitet er unter anderem an einer Veröffentlichung über die nach Gurs deportierten Juden, die aus der Pfalz stammten.

„Die Jury möchte mit der Wahl darauf aufmerksam machen, dass das Thema Flucht, Verbannung und Migration ein Phänomen ist, das sich immer wieder in neuem Gewand zeigt“, begründet die Stadt Freinsheim die Entscheidung für die neunte Vergabe der Plakette, die mit 1.000 Euro dotiert ist. Es handele sich um ein „fortlaufendes Geschehen, eine allgegenwärtige Herausforderung“. Die literarische Auszeichnung wird alle zwei Jahre vergeben und erinnert an den Schriftsteller und Journalisten Hermann Sinsheimer, der 1883 in Freinsheim geboren wurde. Als Jude hatte er ab 1933 unter einem Berufsverbot zu leiden, 1938 floh er schließlich über Palästina nach England, wo er 1950 starb. Zwei seiner Geschwister verloren durch den Holocaust ihr Leben.

Der Eintritt zum Vortrag wie auch zur Ehrung ist frei, es wird jedoch um Reservierung in der Tourist-Info Freinsheim unter der Telefonnummer 06353 989294 gebeten.

Nachricht vom Mittwoch, 10. Februar 2016
Engagiert gegen das Vergessen jüdischer Schicksale: Roland Paul

Engagiert gegen das Vergessen jüdischer Schicksale: Roland Paul

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