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Neue Tradition nach erfolgreichem Konzept
Erstes Klostersymposion begründet neue Tagungsreihe
„Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass Klöster und Stifte unsere Heimat mehr noch als unsere Burgen geprägt haben. Deshalb verdienen sie in ihrer Gesamtheit eine ausführliche Behandlung", sagte Bezirkstagsvorsitzender Theo Wieder beim ersten pfälzischen Klostersymposion, das das Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde veranstaltet hat. Rund 160 Interessierte waren nach Wachenheim gekommen, um sich von ausgewiesenen Fachleuten aus Archäologie, Geschichts- und Bauforschung die Vorträge anzuhören. Dies sei der Auftakt einer neuen Tagungsreihe, kündigte Wieder an. „Ähnlich wie das jährlich im September stattfindende Burgensymposion stellt es die neuesten Forschungsergebnisse aus der Region vor." Darüber hinaus korrespondiere es mit dem Projekt „Lexikon der Klöster und Stifte der Pfalz", das das Institut des Bezirksverbands Pfalz in den nächsten Jahren erstellt."
Den Festvortrag zur Eröffnung über die Klosterlandschaft der Pfalz übernahm Prof. Dr. Hans Ammerich, Leiter des Bistumsarchivs Speyer. Nachdem Jürgen Keddigkeit, der das Klosterlexikon-Projekt betreut, einen Überblick über die derzeitige Klosterforschung gab, stellte Dr. Joachim Kemper das virtuelle Urkundenarchiv „Monasterium" vor, das bayerische und womöglich zukünftig auch rheinpfälzische Klosterurkunden im Internet zugänglich macht. Thorsten Unger thematisierte die Umwandlung von Klöstern in weltliche Kollegialstifte am Beispiel Klingenmünsters. Die Geschichte des Klosters Hausen bei Bad Dürkheim stand im Zentrum des Vortrags von Sarah Brötz. Dr. Pia Heberer beleuchtete die bisher unbekannte Klosterkirche Hornbach im 11. Jahrhundert. Dr. Heribert Feldhaus ging anschließend auf die Baugeschichte des Klosters Eußerthal und Dr. Michael Werling auf das Kloster Otterberg und seine Steinmetzzeichen ein.



