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Der heiße und überaus trockene Sommer hat gezeigt, dass Gartenbesitzer, die in ihrer Oase über einen eigenen Brunnen verfügen, große Vorteile genießen. Sie schonen nicht nur ihren Geldbeutel, sondern auch die Trinkwasservorräte. "Allerdings muss das Brunnenwasser eine gewisse Qualität vorweisen, damit die Pflanzen keinen Schaden nehmen", gibt Dr. Kurt Seibert zu bedenken, der bei der Landwirtschaftlichen Untersuchungs- und Forschungsanstalt (LUFA) in Speyer unter anderem für Bodenuntersuchungen und Düngungsempfehlungen zuständig ist.

Besonders wichtig sei es, den Salzgehalt des Wassers zu kennen, so Seibert, denn "Pflanzen reagieren empfindlich auf Salze". Wenn Pflanzen vor sich hinkümmern und nicht wachsen wollen, dann könne dafür ein zu hoher Salzgehalt verantwortlich sein. Ließen sich mehr als 500 Milligramm Salze in einem Liter Wasser nachweisen, erläutert der Diplom-Agraringenieur der LUFA, sei es interessant, diese genauer zu untersuchen. So könnten beispielsweise Düngungsmaßnahmen zu einer Nitratanreicherung im Boden führen oder ein Misthaufen neben dem Brunnen den Ammoniumgehalt des Wassers hochtreiben. Ein Zuviel der Nährstoffe Natrium und Kalium schade womöglich den Pflanzen anstatt ihnen zu nützen. Neben dem Salzgehalt sei auch die Wasserhärte für den Gartenbesitzer von Bedeutung, führt Seibert weiter aus. Berge doch ein hoher Härtegrad die Gefahr, dass Spurenelemente schwerer löslich und damit nicht für Pflanzen verfügbar seien.

"Die LUFA ist eine wichtige Anlaufstelle für alle Landwirte und Gärtner, aber auch Hausgartenbesitzer", stellt deren Direktor Professor Dr. Franz Wiesler fest. Sie führe nicht nur Untersuchungen durch, sondern bewerte auch die Ergebnisse und helfe bei der Umsetzung in der Praxis. Die Analyse des Salzgehalts beim Brunnenwasser beispielsweise koste 7 Euro, der Wasserhärte 18 Euro. Darüber hinaus würden, so Wiesler, weitere Einzeluntersuchungen angeboten, wie zum Beispiel die Bestimmung von Colibakterien oder des Gehalts an Eisen und Mangan.

Interessenten wenden sich an die Landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsanstalt, Obere Langgasse 40, 67346 Speyer, Telefon 06232 136-0, info lufa-speyer.de, www.lufa-speyer.de.

Nachricht vom Freitag, 11. August 2006
Vorbereitung einer Salzgehaltsuntersuchung: chemisch-technische Assistentin der LUFA entnimmt eine Wasserprobe
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