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„Es fällt schwer, nicht vom hohen Niveau beeindruckt zu sein, auf dem die LUFA arbeitet“, resümierte Staatssekretär Schweitzer bei seinem Besuch in der Landwirtschaftlichen Untersuchungs- und Forschungsanstalt in Speyer. Im Rahmen der Grünen Woche Rheinland-Pfalz informierte sich der Vertreter des rheinland-pfälzischen Landwirtschaftsministeriums bei seinem Rundgang anhand einer fiktiven Futtermittelprobe über die vielseitigen Dienstleistungen der LUFA. Die 24.000 Proben, die die LUFA allein im Futtermittelbereich mit ihren 130 Mitarbeitern bewerkstelligt, „werden nach allen Regeln der Kunst durchgeführt, die die Wissenschaft bietet“, so der wissenschaftliche Direktor der Einrichtung Prof. Dr. Franz Wiesler.

In der Abteilung für Tierernährung können mithilfe von Geräten wie etwa der „künstlichen Kuh“ Vorgänge im Pansen nachempfunden werden; so ist es unter anderem möglich, eine Vorhersage zur Verdaulichkeit von Futtermitteln zu treffen. Die Mikrobiologen untersuchen die Proben gezielt auf verschiedene Toxine, die auch krebserregend sein können. Auch Salmonellen können hier festgestellt werden. Modernste Technik, z.B. die Atomabsorptionsspektrometrie, kommt beim Messen von chemischen Spurenelementen wie Schwermetallen in Futter- und Düngemitteln zum Einsatz. Wie die Mitarbeiter gentechnisch veränderten Organismen auf die Spur kommen, erfuhr Schweitzer im molekularbiologischen Labor. „Das ist ein Arbeitsgebiet, das stark an Bedeutung gewinnen wird“, sagte Wiesler. Mittlerweile führe die LUFA Kontrollen in extrem sensitiven Bereichen durch, was eine hohe Spezialisierung der Arbeitsschritte erfordere und der Grund für die große Zahl an Labors sei, kommentierte der wissenschaftliche Einrichtungsleiter. So ist es auch möglich, in der Abteilung für Umweltanalytik und Produktqualität über 450 Pflanzenschutzmittelwirkstoffe in Pflanzen wie Obst und Gemüse zu messen.

Schweitzer war beeindruckt vom großen Angebotsspektrum der LUFA: „Gemeinsam mit dem Bezirksverband Pfalz als Träger der LUFA haben wir hier eine gute Einrichtung, die ein wertvoller Dienstleister für das Land und die landwirtschaftlichen Betriebe ist.“ Unter dem Motto „Mit Köpfchen im grünen Bereich!“ steht die mittlerweile zum fünften Mal ausgerichtete Grüne Woche Rheinland-Pfalz in diesem Jahr im Zeichen der Innovation. Die Arbeit der LUFA sei auch in dieser Hinsicht hervorragend, so Schweitzer. Die Frage nach Privatisierungstendenzen, wie es sie vereinzelt in anderen Ländern gegeben habe, beantwortete der Staatssekretär eindeutig: „Ziel ist es, mit solchen Einrichtungen Vertrauen bei den Verbrauchern aufzubauen und auch zu erhalten.“ Öffentliche Aufgaben sollten öffentlich finanziert werden und auch zukünftig in öffentlicher Hand bleiben, umso mehr als Verbraucherschutzthemen immer mehr in die allgemeine Wahrnehmung rücken, so Schweitzer.

 

Nachricht vom Donnerstag, 14. Oktober 2010
Informierte sich über das Dienstleitungsangebot der LUFA Speyer: Staatssekretär Alexander Schweitzer (rechts vorne) mit dem wissenschaftlichen Direktor der LUFA, Prof. Dr. Franz Wiesler (links vorne)

Informierte sich über das Dienstleitungsangebot der LUFA Speyer: Staatssekretär Alexander Schweitzer (rechts vorne) mit dem wissenschaftlichen Direktor der LUFA, Prof. Dr. Franz Wiesler (links vorne)

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