Apocalypse Now

Vortrag und Film im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern

Die Apokalypse von Angers: Blick in die Halle des Schlosses mit den Teppichen

Die Apokalypse von Angers: Blick in die Halle des Schlosses mit den Teppichen

Im Januar gibt es im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk) einen Vortrag sowie einen Film zur Ausstellung „Apocalypse Now! — Visionen von Schrecken und Hoffnung in der Kunst vom Mittelalter bis heute“. Im Mittelpunkt der Ausführungen von Prof. Dr. Brigitte Tietzel aus Krefeld mit dem Titel „Die Zeit ist nah“ steht am Sonntag, 11. Januar, um 11 Uhr der Teppich-Zyklus der Apokalypse in dem französischen Städtchen Angers – mit einer Gesamtlänge von über 100 Metern handelt es sich um den größten Wandteppich, der jemals in Europa gewebt wurde. Seine Größe und der Umfang der Darstellungen zum Text der Offenbarung des Johannes lassen den Betrachter ratlos vor Staunen. Erhalten sind etwa siebzig Bilder, die nahezu wörtlich Passagen aus der „Apokalypse“, der Offenbarung illustrieren. Sie sind von besonderer Eindringlichkeit. Dies liegt sowohl an einer zum Teil dramatischen Farbgebung als auch an der nahezu modernen Gestaltung von menschlichen und himmlischen Figuren, von Tieren und Bauwerken. Damit verbindet sich eine abstrahierende Verkürzung des jeweiligen Geschehens, das für die Betrachter gleichwohl unmittelbar verständlich ist. Die Referentin war langjährige Leiterin des Krefelder Textilmuseums und ist Autorin eines Standardwerks zur Geschichte der Webkunst.

Der Film „Apocalypse Now“, 1979 von Francis Ford Coppola gedreht, ist am Dienstag, 13. Januar, um 18 Uhr in der mpk-Reihe „Art after Work“ zu sehen. Der 153-minütige Film, wird im Lexikon des internationalen Films als „virtuos inszenierter Kriegs- und Antikriegsfilm“ beschrieben, „der – in seiner ambivalenten Darstellung der ästhetischen Faszination des Krieges – weniger die militärischen und politischen, als vielmehr die psychischen Aspekte des Vietnam-Debakels zu erhellen versucht. Basierend auf einem Roman von Joseph Conrad, wird die Grausamkeit des Krieges ebenso deutlich wie seine Sinnlosigkeit.“ Anschließend bietet es sich an, bei einem Glas Sekt über das Erlebte zu diskutieren. Kurzführung in der Ausstellung, Filmvorführung und ein Glas Sekt kosten 7,50 Euro; eine verbindliche Anmeldung sollte bis 12. Januar unter der Telefonnummer 0631 3647-201 erfolgen.

Die mit 320 Arbeiten von 80 Künstlern groß angelegte Ausstellung spannt einen kunst- und kulturhistorischen Bogen, indem sie Werke auf Papier von der karolingischen Zeit (um 800) bis in die jüngste Gegenwart versammelt und dabei auch populäre Bildmedien wie Comics und Graphic Novels berücksichtigt. Das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern, Museumsplatz 1, ist mittwochs bis sonntags sowie feiertags von 10 bis 17 Uhr und dienstags von 11 bis 20 Uhr geöffnet. Weitere Infos unter www.mpk.de.