Bella und ihr Clan im Karlstal eingetroffen

Zehn Glanrinder als Landschaftspfleger über Sommer im Einsatz

Lebende Rasenmäher: Hofgut Neumühle mit Leiter Dr. Karl Landfried (rechts) lädt Glanrinder im Karlstal ab

Lebende Rasenmäher: Hofgut Neumühle mit Leiter Dr. Karl Landfried (rechts) lädt Glanrinder im Karlstal ab

Außergewöhnlich spät kamen die Glanrinder in diesem Jahr ins Karlstal bei Trippstadt, um sich den Sommer über als Landschaftspfleger zu betätigen. „Durch das ausgesprochen trockene Frühjahr ist das Gras nicht in dem Maß gewachsen, wie es die zehn Tiere zum Sattwerden gebraucht hätten“, begründete Dr. Karl Landfried, Leiter der Lehr- und Versuchsanstalt für Viehhaltung Hofgut Neumühle in Münchweiler an der Alsenz, den verzögerten Weideauftrieb. Die fünfjährige Bella hat diesmal das Sagen in der Gruppe, der zwei Ochsen (Finn und Ottokar), sieben Jungkühe (Alisar, Iris, Lazah, Liane, Louise, Maite und Mara) und Bellas Kalb Bärbel angehören. Es hat zwar erst im März das Licht der Welt erblickt, ist aber schon so kräftig, dass es die Karlstalauen zusammen mit seiner Mutter durchstreifen kann. Das zarte und wohlschmeckende Fleisch von fünf Tieren wird wieder im Herbst in den gastronomischen Partnerbetrieben des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen angeboten. Die andere Hälfte der Gruppe geht zurück zur etwa 30-köpfigen Glanrindherde des Hofguts Neumühle oder wird verkauft. Sieben Hektar groß ist die Fläche im Karlstal, die die Tiere in den kommenden Monaten abgrasen und dadurch vor dem Verbuschen schützen. So gelingt es, mit Hilfe einer alten pfälzischen Haustierrasse, die noch vor 30 Jahren fast ausgestorben war, eines der attraktivsten Täler im Pfälzerwald zu erhalten.