Über Gott und die Welt

Dialog zur Ausstellung „Susanne Krell“ im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern

Beeindruckende Form des interreligiösen Dialogs: Arbeitsaufnahme von Susanne Krell in Jerusalem

Beeindruckende Form des interreligiösen Dialogs: Arbeitsaufnahme von Susanne Krell in Jerusalem

Das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern lädt am Sonntag, 24. Juni, um 16 Uhr zu einer „Meditation über Gott und die Welt“ im Rahmen der Ausstellung „attigit.projekt“ mit Arbeiten von Susanne Krell ein (Eintritt frei). Dabei trifft Kulturstaatssekretär Walter Schumacher auch Vertreter der abrahamitischen Religionen. So spricht er mit Dr. Peter Waldmann, Vorsitzender des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Rheinland-Pfalz, Mainz, Dr. Georg Wenz, Studienleiter der Evangelischen Akademie der Pfalz, Landau, und Privatdozent Dr. med. Hischam Bassiouni von der Neurochirurgischen Klinik des Westpfalz-Klinikums, Kaiserslautern. Auch die Künstlerin wird anwesend sein.

Susanne Krell hat in ihrem Projekt die Zentren der drei abrahamitischen Religionen – Rom, Kairo, Jerusalem – aufgesucht und Frottagen, Abreibe-Bilder von Gebäudemauern, hergestellt. Zunächst hat sie eine Frottage von der Außenwand des Petersdoms genommen. Anschließend reiste die Künstlerin mit diesem Abrieb nach Kairo und heftete das Blatt an die Al Azhar Moschee. Hier fertigte sie einen Abrieb von der Moschee und brachte diesen in einem weiteren Schritt nach Jerusalem. Dort heftete Susanne Krell den Abrieb der Al Azhar Moschee an die Klagemauer. Danach wurde ein Abrieb der Klagemauer genommen und in einem letzten Schritt wiederum nach Rom gebracht und an den Petersdom angeheftet. Das „attigit.projekt“ trifft Kernfragen unserer Zeit, ist vorgelebte Toleranz und stellt mit künstlerischen Mitteln eine beeindruckende Form des interkulturellen und interreligiösen Dialogs dar.