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Der Bezirkstagsvorsitzende Theo Wieder im Porträt

Portrait Theo Wieder
Theo Wieder

Theo Wieder steckt voller Ideen. Kurz und prägnant trägt der 60-Jährige, den der 29-köpfige Bezirkstag Pfalz einstimming zum Vorsitzenden gewählt hat, seine Vorstellungen vor, sagt, wo's langgeht. Ein Graus sind ihm Feststellungen, wie "Das haben wir schon immer so gemacht!", oder abwehrende Äußerungen, wie "Das gab's ja noch nie!". Er hat sich ganz dem Wahlspruch "Nur was sich wandelt, hat Bestand" verpflichtet. In diesem Sinn versteht der ehemalige Frankenthaler Oberbürgermeister auch seine Arbeit im Bezirksverband Pfalz.

"Wenn eine Organisation - egal ob Verwaltung, Einrichtung oder Unternehmen - in starren Strukturen verharrt, dann wird das auf Kosten der Akzeptanz gehen", erläutert Wieder eindringlich und fährt fort: "Und in einem solchen Klima kann man sich nicht mehr sachgerecht bewegen." Jedes Dienstleistungsunternehmen, und dazu zählt er auch die meisten Einrichtungen des Bezirksverbands Pfalz, brauche Besucher, die sich nur einem Angebot hinwenden, das auf ihre Ansprüche antwortet. Deshalb sei "der Zuspruch der Menschen das A und O" sowohl für die kulturellen Institutionen, wie das Historische Museum der Pfalz in Speyer, die Pfalzgalerie und das Pfalztheater in Kaiserslautern, als auch für Weiterbildungsstätten, wie zum Beispiel die Pfalzakademie in Lambrecht. Dabei ist es dem ehemaligen Richter wichtig abzuwägen: "Neben der Orientierung am Bedarf muss man auch mit innovativen Konzepten versuchen, das Interesse der Menschen zu wecken."

Zu seinen Lieblingsthemen gehört die Vernetzung - da scheint seine langjährige Funktion als EDV-Fachmann am Neustadter Verwaltungsgericht ihre Spuren hinterlassen zu haben. Hier wünscht sich Wieder, dass die pfälzischen Landkreise und kreisfreien Städte, die bereits über die Umlage zur Finanzierung des Bezirksverbands Pfalz und seiner Einrichtungen beitragen, stärker als bisher deren Angebote nutzen. So fragt er sich, ob nicht die Pfalzgalerie, die eine in Rheinland-Pfalz bedeutende Sammlung vorzuweisen, aber sicher nicht alles zeigen könne, was sie im Fundus hat, mit kleinen Ausstellungen stärker in den Kommunen präsent sein kann. Auch könnte er sich vorstellen, in Frankenthal einen Kulturbus ins Leben zu rufen, mit dem interessierte Bürgerinnen und Bürger Ausstellungen in den Museen in Speyer und Kaiserslautern oder Aufführungen des Pfalztheaters besuchen könnten. Ein Projekt, das Modellcharakter für die übrigen pfälzischen Gebietskörperschaften haben könnte.

"Man kann den Bezirksverband Pfalz, der die Verantwortung für viele wichtige Institutionen in der Pfalz trägt, nur bekannter machen, wenn man die Zusammenarbeit mit den Kommunen, aber auch mit Bildungsträgern, wie den Hochschulen, stärkt", so Wieders Credo.

Hier gelte es, ein Bewusstsein zu schaffen, in dem der Bezirksverband Pfalz nicht die Rolle des Konkurrenten, sondern des "größeren Bruders der Städte und Landkreise" spielt. Gerade vor dem Hintergrund des immer enger werdenden Finanzspielraums der öffentlichen Hand sei es wichtig zu erkennen, dass nur Eines in Zukunft Bestand haben werde, was sich mit folgendem Motto auf den Punkt bringen lasse: "Gemeinsam sind wir stark!".

Werdegang Theo Wieder

Theo Wieder ist ein Pfälzer durch und durch, der immer auch den Blick über den Tellerrand hinauswirft: Er wurde 1955 in Wittlich geboren und kam schon nach wenigen Wochen nach Frankenthal, wo er aufwuchs und 1975 Abitur machte.

Nach dem Wehrdienst folgte ein Studium der Rechtswissenschaften und Volkswirtschaftslehre in Mannheim mit Gastaufenthalten an den Universitäten in Freiburg und Genf. 1981 legte er die erste juristische Staatsprüfung ab. Neben seinem Referendariat, das ihn durch verschiedene Gerichte und Verwaltungen in Baden-Württemberg führte, beschäftigte er sich als wissenschaftlicher Mitarbeiter mit dem Völker- und Europarecht an der Universität Mannheim. 1985 absolvierte er die zweite juristische Staatsprüfung und kommt als Richter ans Verwaltungsgericht Neustadt. Schon bald wird er dort zum EDV-Projektleiter und -Beauftragten bestellt, eine Aufgabe, die er insgesamt elf Jahre lang neben seinem Richteramt bewältigt. Darüber hinaus war er von 1987 bis 1993 auch als Pressesprecher am Verwaltungsgericht tätig. 1999 wurde er zum Vorsitzenden Richter gekürt, im gleichen Jahr folgte seine Wahl zum Oberbürgermeister von Frankenthal - ein persönlicher Erfolg des CDU-Mannes, da erstmals in dieser Stadt eine Urwahl stattfand. Im Januar 2000 trat er die achtjährige Amtszeit an.

Obwohl Theo Wieder keine Zeit zu verschenken hat, bekennt er freimütig, dass ihn "neue Aufgaben reizen", und so freut er sich auch auf die Herausforderungen, vor die ihn der Bezirksverband Pfalz stellt. Als Träger von für die gesamte Region bedeutsamen Einrichtungen stelle dieser gleichsam einen Dachverband dar, der eine zukunftsträchtige Struktur biete. Angesichts zunehmender Spezialisierungen brauche man eine zentrale Organisation, die die Region vernetze und sie damit stark mache. Und so mahnt er an, "stets vorausschauend zu handeln".

Den Weitblick holt er sich womöglich immer wieder auf seinen Bergsteigertouren auf die Gipfel Norditaliens, ein Hobby, das ihn unter anderem mit seiner Frau Karin verbindet. Sie hat er vor mehr als 25 Jahren in der katholischen Jugendarbeit kennen gelernt und mit ihr eine vierköpfige Familie gegründet. Neben dem Bezwingen der Kolosse - worunter der 3.798 Meter hohe Großglockner bislang Wieders Rekord darstellt - liebt er es, Tennis zu spielen und Rad zu fahren. Darüber hinaus helfen ihm das Hören von klassischer und Kirchenmusik sowie das Lesen historischer und politischer Bücher beim Entspannen und Entwerfen von Visionen.

Weitere Informationen

Kontakt

Büro des Bezirkstagsvorsitzenden
Meergartenweg 24
67227 Frankenthal

Telefon 06233 3698-751
Fax 06233 3698754-497
btv@bv-pfalz.de

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