Bezirksverband Pfalz bot Neugierigen vielfältige Einblicke

Breit gefächertes Programm an Tagen der offenen Tür erfreute Familien

Eröffnung an der Meisterschule für Handwerker mit schwebendem Dachstuhl: Bezirkstagsvorsitzender Theo Wieder (links) begrüßt Besucherschar

Eröffnung an der Meisterschule für Handwerker mit schwebendem Dachstuhl: Bezirkstagsvorsitzender Theo Wieder (links) begrüßt Besucherschar

„Die Tage der offenen Tür haben gezeigt, wie bedeutend der Bezirksverband Pfalz für die Menschen in der Region und ihre Lebensqualität ist“, sagte Bezirkstagsvorsitzender Theo Wieder zum Abschluss der Wochenendaktion des Regionalverbands, die unter dem Motto „Pfalz on Tour – entdecke die Vielfalt“ stand. Bereits bei der Eröffnung des familienfreundlichen Veranstaltungsmarathons in der Meisterschule für Handwerker versprach er den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern interessante Einblicke in die Arbeit der eigenen und mitgetragenen Einrichtungen, die sich überall in der Region präsentierten. „Dies ist nur dank der Mithilfe vieler Beschäftigten und der Unterstützung seitens der Sparkassen der Pfalz und der Pfalzwerke möglich“, so Wieder.

Die Münchner Schauspielerin Billie Zöckler, vielen aus der Kult-Serie „Kir Royale“ bekannt, zog im Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde ihr Publikum mit einem ernsten Thema in Bann: Bewegt schilderte sie mit unverkennbarer Stimme und ausdrucksvollen Augen das Leben ihres Großvaters Ernst Munzinger, der dem Wiederstand gegen Hitler angehörte und noch kurz vor Kriegsende 1945 hingerichtet wurde. „Die Liseusen“ Kerstin Bachtler und Hedda Brockmeyer sorgten in der Pfalzbibliothek mit leidenschaftlich vorgetragenen Gedichten für Kurzweil. Im Hofgut Neumühle fesselte die Dressurreiterin und mehrfache Paralympics-Goldmedaillengewinnerin Hannelore Brenner ihre Zuhörer, als sie von ihrem Reitunfall vor 27 Jahren erzählte, der ihr Leben völlig verändert habe. Freimütig bekannte sie, dass sie nicht mehr „in ihr vorheriges Leben“ zurück wolle. FIFA-Schiedsrichter Christian Dingert gab sich im Urweltmuseum Geoskop ein Stelldichein, das – wie das Pfalzmuseum für Naturkunde – den Wissensdurst neugieriger Naturforscher stillte.

Wie kreativ man mit dem Thema „Bildung“ umgehen kann, bewies die Pfalzakademie mit Hilfe ideenreicher Präsentationen ihrer Referenten und Kooperationspartner sowie anhand von improvisierten Theaterszenen der Truppe „WWN4“. Was ein „Zauberlehrling“ alles anstellen kann, erfuhren die Kinder beim Figurenspektakel auf dem Hambacher Schloss. Ins Mittelalter entführten das Deutsche Schuhmuseum, das Historama Kloster Hornbach sowie die Burg Landeck-Stiftung, die Programmpunkte für das Pfalzklinikum für Psychiatrie und Neurologie bot; dieses wiederum beleuchtete aktuelle gesellschaftliche Themen wie Demenz und seelische Probleme. Reges Interesse weckte das Pfalzinstitut für Hören und Kommunikation, das Schul- und Internatspforten öffnete. Welche Schätze das Historische Museum der Pfalz sowie das Museum Pfalzgalerie beherbergen, offenbarten aufschlussreiche Führungen durch die Depots. Balletttraining, Kinderstückproben und Gesangseinlagen nahmen die Gäste im Pfalztheater ein. Das Dynamikum schickte seine Besucherschar auf eine spielerisch bewegte Entdeckungstour zu zahlreichen Mitmachstationen.

Schafe und ein Pony gehörten zum Empfangskomitee der Landwirtschaftlichen Untersuchungs- und Forschungsanstalt, das im Hof liebevoll dekorierte Gemüsestände aufgebaut hatte. Wie die Blätter von Geudertheimer zu Zigarren gerollt werden, zeigte der Tabakbausachständige für die Pfalz auch etlichen Nichtrauchern. An der Meisterschule für Handwerker zog unter anderem ein Original-Rallyesportwagen von Opel aus den 1980er Jahren staunende Blicke auf sich. Trotz unbeständiger Witterung verzeichnete der Naturpark Pfälzerwald einen absoluten Teilnehmerrekord beim diesjährigen Wandermarathon auf der Hauptstrecke von Johanniskreuz nach Fischbach bei Dahn sowie den beiden Halbmarathonstrecken. Neben den zahlreichen Attraktionen für Erwachsene konnte eine Detektivrallye die Herzen der Kinder erobern, die durch alle Institutionen flitzten. Mit kulinarischen Genüssen sorgten die Einrichtungen dafür, dass sich die Besucherinnen und Besucher überall stärken konnten.