Biotoppflege mit Heckrindern, Burenziegen und Eseln

Beweidungsprojekt des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen

Betätigen sich als Landschaftspfleger: Heckrinder

Betätigen sich als Landschaftspfleger: Heckrinder

„Das Gräfenhausener Beweidungsprojekt am Wingertsberg gehört zu den größten im Biosphärenreservat Pfälzerwald“, sagte Bezirkstagsvorsitzender Theo Wieder bei der Einweihung in der Nähe von Annweiler. Solche Projekte seien wichtig, damit Siedlungen und Wald miteinander existieren könnten. Ziel sei es, die frühere Kulturlandschaft wieder herzustellen, denn dadurch würden die Orte liebens- und lebenswerter, was gerade vor dem Hintergrund des touristischen Potentials und der negativen demographischen Entwicklung im Pfälzerwald sehr wichtig sei. Heckrinder, Burenziegen und Esel halten nun die Landschaft offen und sorgen dafür, dass sich der Wald die Fläche mit ihrer spezifischen Flora und Fauna nicht zurückerobert. Dabei müssen sie ganzjährig 15 Hektar Land beweiden. „Am Wingertsberg zeigt sich eindrucksvoll, wie mit vergleichsweise geringem Einsatz von Material und Personal effektive Naturschutzarbeit geleistet werden kann“, stellte der Umweltstaatssekretär Thomas Griese fest. Gleichzeitig sei das Projekt ein Publikumsmagnet und leiste damit einen dauerhaften Beitrag zum sanften Tourismus im Biosphärenreservat Pfälzerwald. Das Umweltministerium habe das Projekt mit 291.000 Euro aus naturschutzrechtlichen Ersatzzahlungen finanziert. Projektpartner seien neben dem Bezirksverband Pfalz als Naturparkverwaltung die Kreisverwaltung Südliche Weinstraße und die Stadt Annweiler. „Naturschutz und Offenhaltung der Landschaft haben hier im Landkreis Südliche Weinstraße eine sehr hohe Priorität“, sagte Landrätin Theresia Riedmaier. Neben dem Waldweideprojekt in St. Martin könne man nun ein weiteres Projekt verwirklichen, das die Besonderheit habe, historische Weinbergs- und Streuobstlagen in Gräfenhausen freizustellen.