Broschüre zur Nikolauskapelle erschienen

Rolf Übel erläutert sakrales Kleinod

Kunsthistorisches Kleinod: Nikolauskapelle bei Klingenmünster

Kunsthistorisches Kleinod: Nikolauskapelle bei Klingenmünster

Wer sich über die Nikolauskapelle bei Klingenmünster und dem einst danebenliegenden Magdalenenhof informieren möchte, kann neuerdings auf eine Broschüre zurückgreifen, die Rolf Übel erarbeitet hat. Die Kapelle am einstigen Jakobspilgerweg ist ein von der UNESCO geschütztes Kulturgut, das sich im Besitz des Bezirksverbands Pfalz befindet. Er hat vor einem Jahr der Burg Landeck-Stiftung die Patenschaft übertragen, um das Kleinod der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die 48-seitige Publikation beschreibt zunächst das Äußere der spätromanischen Kirche aus dem frühen 13. Jahrhundert, die fast noch im Originalzustand erhalten geblieben ist. Das einschiffige Innere besteht aus einem in zwei Joche geteilten Hauptraum und einem Chor. An einigen Stellen sind noch Wandmalereien erkennbar, wie zum Beispiel St. Nikolaus mit kniender Stiftergestalt sowie der Heilige Michael, der mit einem Kreuzstab einen Drachen ersticht. Sodann stellt Rolf Übel die Geschichte der Kapelle dar, die eng mit dem benachbarten Magdalenenhof verknüpft ist, der um 1500 entstanden ist und 1964 abgerissen wurde; das Hofgut befand sich ursprünglich in der Verwaltung der Speyerer Domdechanei. Zwei bedeutende Söhne Klingenmünsters wurden dort geboren: Johannes Klein (1845-1917), Erfinder und Mitgründer der Frankenthaler Aktiengesellschaft KSB, und Dr. Albert Decker (1883-1967), Jurist und Senatspräsident am Bayerischen Verwaltungsgerichtshof.

Die Broschüre lässt sich zum Preis von sieben Euro inklusive Versand bei der Burg Landeck-Stiftung bestellen (burglandeck-stiftung@web.de). Sie ist auch in der Nikolauskapelle, die bis einschließlich Oktober samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet ist, erhältlich.