Corot aus dem Louvre im Museum Pfalzgalerie

Gemäldetausch auf Zeit

Corots „Souvenir de Mortefontaine” aus dem Jahr 1864 zu Gast in der Dauerausstellung des mpk: vereint mit Albert-Ernest Carrier-Belleuses Plastik „Kentaur raubt Lapithin“ von 1870/71

Corots „Souvenir de Mortefontaine” aus dem Jahr 1864 zu Gast in der Dauerausstellung des mpk: vereint mit Albert-Ernest Carrier-Belleuses Plastik „Kentaur raubt Lapithin“ von 1870/71

Das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk) stellt dem Louvre in Paris auf Anfrage das bedeutende Gemälde „Nessus und Deianeira” von Arnold Böcklin aus dem Jahre 1898 für die Ausstellung „De l’Allemagne” leihweise zur Verfügung. Anlässlich des 50. Jubiläums der Unterzeichnung des deutsch-französischen Freundschaftsvertrags, des sogenannten Elysée-Vertrags, sind in Paris hochkarätige Gemälde des 19. Jahrhunderts unter anderem aus deutschen Museen in einer umfangreichen Präsentation zu sehen. Im Gegenzug erhält das mpk ein Meisterwerk des Pariser Malers Camille Corot (1796-1875), der als ein Hauptvertreter der französischen Landschaftskunst des 19. Jahrhunderts gilt und mit seinen seit den 1850er Jahren entstandenen Naturdarstellungen zu einem wichtigen Vorläufer der Impressionisten wurde. „Souvenir de Mortefontaine” (Erinnerung an Mortefontaine) aus dem Jahre 1864 – vielleicht das berühmteste Bild seiner Spätzeit – ist eine poetische Stimmungslandschaft. In zart abgestufter Farbigkeit fängt Corot den Zauber des Lichts in verschwimmender Atmosphäre ein. In silbriges Grau getaucht, fasziniert das Spiel des Lichts im stillen Wasser und der Ausblick in eine unbestimmte Ferne. Durch Spiegelungen auf der Wasseroberfläche verschmelzen Horizontlinie und Himmel. Geheimnisvoll und träumerisch erscheint diese meisterhaft gemalte Idylle. Corots Gemälde ist noch bis 24. Juni dienstags von 11 bis 20 Uhr und mittwochs bis sonntags von 10 bis 17 Uhr im Museum des Bezirksverbands Pfalz zu sehen.