Der Mai im Museum Pfalzgalerie

Kurse, Führungen und sogar "Kunst-und-Krempel"-Beratung zum Monatsbeginn

Auf der Suche nach verborgenen Talenten: „Dea“ von Christiane Haase, 2013
(Foto: G. Balzer, Kaiserslautern © Christiane Haase)

Auf der Suche nach verborgenen Talenten: „Dea“ von Christiane Haase, 2013 (Foto: G. Balzer, Kaiserslautern © Christiane Haase)

Ein Skulpturen-Rundgang mit Bea Roth

Führung am Feiertag im mpk

Zu einer besonderen Führung lädt das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk), Museumsplatz 1, am Montag, 1. Mai, um 15 Uhr ein. Ausnahmsweise handelt es sich bei den ausgewählten Werken nicht um Gemälde, sondern um Skulpturen aller Art. Der Skulpturen-Rundgang am Feiertag führt vom geschlossen Figürlichen zum Aufbrechen der Oberfläche und der Form. Unterschiedlichste Materialien, wie Bronze, Draht, Gips, Holz und Kunststoff, wurden von den Künstlern verarbeitet. Dabei stellen sich viele Fragen dem Betrachter: Wie wirken die Materialien? Was strahlt Härte und Kälte aus im Gegensatz zu Weichheit, Wärme und Ruhe? Die Führung, geleitet von Bea Roth, beschäftigt sich mit den Kunstwerken von Bernard Schultze, Eric Levine und vielen anderen.

Der 1915 in Westpreußen geborene Bernard Schultze erhielt seine Ausbildung in Berlin und Düsseldorf in den Zwischenkriegsjahren. Die traumatische Erfahrung seines Kriegseinsatzes im Zweiten Weltkrieg in Russland und Afrika verarbeitet der Maler in seinen Kunstwerken. Seinen unverwechselbaren Stil findet er in den 1950er Jahren. Eric Levin, geboren 1960 in Los Angeles, lehrt heute an der Universität in Boston, USA. Seine Entwicklung als Bildhauer führt die Skulpturen in einen offenen Erfahrungsraum, wo der Betrachter naturorientierte und technologiekritische sowie utopische Strategien miteinander verbunden findet.

Talente entdecken

Workshop für Erwachsene im mpk

 „Es macht solchen Spaß!“, „Hier kann ich so richtig vom Alltag abspannen!“ und „Endlich einmal nur was für mich tun!“ – voller Begeisterung berichten Teilnehmer von ihren Erfahrungen mit dem Workshop „Talente entdecken“.

Das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk), Museumsplatz 1, lädt Erwachsene dazu ein, sich ab dem 2. Mai an sechs Terminen, jeweils dienstags von 18 bis 20 Uhr, auf Kunst einzulassen. Oft schlummern ganz im Verborgenen Fähigkeiten und Talente, die gerne an die Oberfläche möchten. Mit diesem Workshop will das mpk Erwachsene anregen, sich auf die Spuren künstlerischer Techniken zu begeben, Sehgewohnheiten zu erweitern und mit interessanten Materialien und eigenen Ideen zu experimentieren. Zeichnen, malen, klecksen – behutsam  werden die Teilnehmer an ihre künstlerische Seite herangeführt. Die Teilnahme an den sechs Kursterminen kostet inklusive Material 53 Euro. Anmeldung erforderlich unter der Telefon 0631 3647-205 oder per E-Mail an a.loeschnig@mpk.bv-pfalz.de.

Junge Kreative entdecken die Vielfalt der Kunst

Kinder-Kunstkurs im mpk

Für Kinder und Jugendliche von 8 bis 16 Jahren bietet das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk), Museumsplatz 1, ab dem 2. Mai einen Kinder-Kunstkurs mit acht Terminen an. Jeden Dienstag in der Zeit von 15 bis 16.30 Uhr entdecken Kinder und Jugendliche die Vielfalt der Kunst: Farbe empfinden, Bilder hören, Skulpturen ertasten – eine ungewöhnliche Begegnungen mit allen Sinnen. Die Atmosphäre eines Bildes wird bestaunt, der Bildaufbau besprochen, Besonderheiten der Darstellung erkannt und die Wirkung von Licht und Schatten bewundert. Mit Phantasie und Kreativität tauchen die jungen Künstler in eine fremde Welt ein und lassen mit Pinsel, Spachtel oder Farbwalze sowie den unterschiedlichsten Farben ihre eigenen Kunstwerke entstehen. Sie erforschen Holz, Ton, Gips und unterscheiden die plastische Form vom flächigen Bild. Die Teilnahme am Kurs kostet inklusive Material 30 Euro. Anmeldung telefonisch unter 0631 3647-205 oder per E-Mail an info@mpk.bv-pfalz.de erforderlich.

 

Publikumsberatung

Begutachtung von Gemälden, Graphiken, Plastiken im mpk

Wer Gemälde, Graphiken oder Plastiken als Erbstücke oder Dachbodenfund zuhause hat und wissen will, ob es sich hierbei um „Kunst“ oder „Krempel“ handelt, sollte sich am Mittwoch, 3. Mai, von 14.30 bis 17 Uhr ins Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk), Museumsplatz 1, begeben. Dr. Heinz Höfchen begutachtet bis zu fünf Objekte ohne Wertangabe und gibt Auskunft, was er darüber weiß. Die Beratung ist kostenfrei.

Auf den Punkt gebracht                                                             

Gespräch in der Ausstellung „Schnittstellen“

„Auf den Punkt gebracht: Schnittpunkte“ heißt das besondere Gespräch in der Ausstellung „Schnittstellen“ am Mittwoch, 3. Mai, von 12.30 bis 12.45 Uhr im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk), Museumsplatz 1, mit Dr. Heinz Höfchen, Leiter der Graphischen Sammlung.  Durch Schnittstellen horizontaler und vertikaler Linien entstehen Gitter – sie bilden ein Netzwerk rechteckiger Formen, in Variationen beliebig erweiterbar, in enger oder weiter Bindung jeweils als Ausdruck bestimmter Absichten oder Gefühle. Obwohl rein geometrischer Natur und in ihrer Dinglichkeit kaum zeichenhaft besetzt, empfinden wir enge Gitterformen als bedrohlich und einengend, die weiten Formen als großzügig, offen und positiv. Das archaische Netzwerk steht für Zusammenhalt, es ist die Ordnung der Linien und ihre überlegte Fügung zur Form. In der Zeichnung von Linda Karshan ist beispielhaft die Suche des künstlerischen Weges von Punkt und Linie über die Schnittpunkte zur Gitterform nachvollziehbar. Sie wird im Gespräch thematisiert und sozusagen auf den Punkt gebracht.