Der schmale Grat zwischen Wirklichkeit und Imagination

Zweisprachige „Art after Work“-Ausgabe im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern

Zeigt Farbe in seiner körperlichen Beschaffenheit: Emil Schumachers Gemälde „Midun“ von 1975 (Foto: Emil Schumacher Museum

Zeigt Farbe in seiner körperlichen Beschaffenheit: Emil Schumachers Gemälde „Midun“ von 1975 (Foto: Emil Schumacher Museum

Die Besucher lernen in der nächsten deutsch-englischen Ausgabe von „Art after Work“ am Dienstag, 7. Juli, um 19 Uhr im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk) die Arbeiten von Norbert Kricke und Emil Schumacher kennen. Sie zählen zu den Klassikern des 20. Jahrhunderts und sind Meister in der Verschmelzung von Wirklichem und Vorgestelltem. Während der Bildhauer Kricke das Material bis auf eine Linie auflöst, zeigt der Maler Schumacher Farbe in seiner körperlichen Beschaffenheit. Das nahezu gegensätzliche Arbeiten beider hat einen gemeinsamen Grund: die Erkundung der Wahrnehmung von Raum.

Kricke strebt, wie er selbst es nannte, eine „ungreifbare Augenkunst“ an, die eine Schwerelosigkeit vorgibt und dennoch an vertraute Koordinaten des Raumes anknüpft. Dabei lädt sich der Raum durch die mitunter gebündelten Linien wie mit Energie auf und verweist auf mögliche Handlungsräume. Schumacher hingegen bedient sich eines Farbauftrags, der tatsächlich Raum auf dem Bildträger entstehen lässt. Zwischen malerisch vorgestelltem und realem Raum entwickelt sich ein Spannungsverhältnis, das Raum neu denken lässt…

Eintritt, Ausstellungsbesuch mit Svenja Kriebel und Andrea Löschnig und ein Glas Sekt kosten 7,50 Euro; eine Anmeldung sollte unter Telefon 0631 3647-201 oder über info@mpk.bv-pfalz.de bis 6. Juli erfolgen.