Die Familie Jordan und die Rolle des Pfälzer Weinbürgertums

Vortrag im Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde

Weingutsbesitzer und Bürgermeister seiner Heimatstadt: Ludwig Andreas Jordan lebte von 1811 bis 1883 in Deidesheim

Weingutsbesitzer und Bürgermeister seiner Heimatstadt: Ludwig Andreas Jordan lebte von 1811 bis 1883 in Deidesheim

„Wein, Wirtschaft und Politik“ stehen im Mittelpunkt des Vortrags von Dr. Henning Türk, der am Mittwoch, 7. November, um 19.30 Uhr im Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde in Kaiserslautern, Benzinoring 6, beginnt (Eintritt frei). Der Historiker der Universität Duisburg-Essen beschäftigt sich mit der Rolle des Pfälzer Weinbürgertums im 19. Jahrhundert und insbesondere mit dem Weingutsbesitzer und Deidesheimer Bürgermeister Ludwig Andreas Jordan.

Um 1800 entstand in der Vorderpfalz eine Schicht von reichen Gutsbesitzern, die vor allem im Weinbau ihr Geld verdienten. Ihre Gewinne investierten sie jedoch nicht nur in die Modernisierung der Weinwirtschaft, sondern finanzierten zahlreiche Infrastruktur- und Industrialisierungsprojekte in der Pfalz mit. Zudem engagierten sie sich politisch als Bürgermeister, Landtags- oder Reichstagsabgeordnete. Im Zentrum dieses „Pfälzer Weinbürgertums“ stand dabei die Deidesheimer Familie Jordan, die ihren politischen und wirtschaftlichen Zenit mit Ludwig Andreas Jordan (1811-1883) erreichte. Der Vortrag beleuchtet, wie der rasante Aufstieg der Familie gelang und wie sie wirtschaftlich und ökonomisch die Entwicklung der Pfalz im 19. Jahrhundert prägte.