Die Industrialisierung der Pfalz im 19. Jahrhundert

Vortrag in der Pfalzakademie Lambrecht

Produktion vor über 100 Jahren: Gießerei der Pfaff AG um 1900

Produktion vor über 100 Jahren: Gießerei der Pfaff AG um 1900

Mit der „Industrialisierung der Pfalz im 19. Jahrhundert“ beschäftigt sich Dr. Christian Decker vom Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde in seinem Vortrag am Dienstag, 12. Mai, um 19 Uhr in der Pfalzakademie Lambrecht, Franz-Hartmann-Straße 9 (Eintritt frei, Voranmeldung erbeten unter Telefon 06325 1800-0 oder info@pfalzakademie.bv-pfalz.de). Die industrielle Revolution in der Agrarregion Pfalz verlief im Vergleich zu anderen Gegenden Deutschlands verspätet. Sie brach sich erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit breiter Wirkung auf dem Arbeitsmarkt Bahn. Dessen ungeachtet existierten bereits vor 1850 erste Beispiele und Ansätze der modernen Massenproduktion. Der Historiker aus Kaiserslautern gibt einen Überblick über den Verlauf der hiesigen Industrialisierung – eines gesellschaftlichen Prozesses, der damals das überschaubare ländliche Leben vieler Menschen auf den Kopf stellte. Dabei spielt zunächst die verkehrstechnische Erschließung der Region eine Rolle, für die der Bau der Ludwigsbahn das beste Beispiel abgibt. Zudem stellt er die wichtigsten Gewerbe, Firmen und Standorte vor, zum Beispiel die Eisenwerke Gienanth, unter anderem in Eisenberg, die Kammgarnspinnerei und Pfaff AG in Kaiserslautern, die Tuchfabrik Marx in Lambrecht und natürlich die BASF in Ludwigshafen.