Die Jugendbewegung in der Pfalz

Vortrag im Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde

Eigene Jugendkultur: Pfadfinder in Ramstein

Eigene Jugendkultur: Pfadfinder in Ramstein

„Die deutsche Jugendbewegung. Auf Spurensuche in der Pfalz“ – so lautet der Titel des Vortrags von Christian Köhler am Mittwoch, 5. März, um 19.30 Uhr im Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde in Kaiserslautern, Benzinoring 6 (Eintritt frei). Im November 1901 wurde in Berlin der Wandervogel gegründet. Innerhalb kürzester Zeit konnte er sich über das ganze Kaiserreich ausbreiten. Jugendliche wollten in ihm eigene Lebensformen finden und ausprobieren: eine eigene Jugendkultur unabhängig von Schule und Elternhaus. Durch Spaltungen und Neugründungen wurde das Spektrum der Bünde immer größer. Nach dem Ersten Weltkrieg werden diese konfessionell und parteipolitisch unabhängigen Gruppen als „bündische Jugend“ bezeichnet. Der Vortrag beleuchtet die Entwicklung der Jugendbewegung in der Pfalz – von der Gründung der ersten Wandervogelgruppe in Neustadt bis zur Auflösung beziehungsweise Gleichschaltung im Nationalsozialismus. Neben der Organisationsgeschichte geht der Kaiserslauterer Referent auf Aspekte der kulturellen Praxis und des Lebensstiles der Pfälzer Gruppen ein.