Die verlorenen Seelen

Krimiabend mit Brigitte Tietzel im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern

Verlorene Seelen: „Garden Offering“, 2005 von Louis Vidal

(Foto: Gunther Balzer, Kaiserslautern)

Verlorene Seelen: „Garden Offering“, 2005 von Louis Vidal (Foto: Gunther Balzer, Kaiserslautern)

Wer auf packende Thriller, spannende Krimis und düstere Geschichten steht, ist am 23. Mai, ab 19 Uhr im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk), Museumsplatz 1, genau richtig. Brigitte Tietzel, Kunsthistorikerin und Romanautorin, spricht über das Schreiben und liest aus ihrem Roman „Die verlorenen Seelen“. Brigitte Tietzel ist in Kaiserslautern keine ganz Unbekannte, hat sie doch verschiedentlich wissenschaftliche Vorträge im Museum Pfalzgalerie gehalten, so über die „Apokalypse von Anger“, die „Dame mit dem Einhorn“ oder „Die Kleidung der Jackie Kennedy“. In  ihrem letzen Kriminalroman, „Die verlorenen Seelen“ beschreibt sie in einfühlsamer Weise die Folgen von Verbrechen – hier Kindsmissbrauch –, die nicht nur die unmittelbaren Opfer betreffen, sondern auch Menschen, die ihnen nahestehen. Die Geschichte ist eingebunden in eine spannende Handlung mit der Jagd nach den Tätern, die zum Teil am Niederrhein, in Krefeld, spielt. Besonders interessant ist auch das Thema des Gedächtnisverlustes, mit dem manche traumatisierte Opfer zu kämpfen haben. Dieser Teil der Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit. Sehr lebhaft versteht es die Autorin von dieser „Flucht“ aus der für die Opfer unerträglichen Wirklichkeit zu erzählen, die als Krankheitsbild heute anerkannt und wissenschaftlich nachgewiesen ist. Neben der Lesung werden auch Fragen zur Person, beispielsweise wie kommt eine Kunsthistorikerin dazu, Kriminalromane zu schreiben und wie die Geschichten auf sie zukamen, beantwortet.

Prof. Dr. Brigitte Tietzel ist Kunsthistorikerin. Sie leitete das Deutsche Textilmuseum in Linn und hat zahlreiche Fachpublikationen verfasst. „Die verlorenen Seelen“ ist ihr dritter Krimi, der erste, den sie im Ruhestand geschrieben hat.