Durchstarten im Pflegeberuf dank Bachelor 

Pfalzklinikum bietet die Möglichkeit, Pflege zu studieren - Handbuch erschienen

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Begleitung in der Prävention, der Austausch zwischen dem Patienten, seinen Angehörigen und Behandlern auf Augenhöhe, gemeindepsychiatrische Arbeit – im modernen Pflegealltag sind vielfältige Kompetenzen gefragt. Mit dem Studiengang Pflege an der Katholischen Hochschule Mainz schreitet auch am Pfalzklinikum die Akademisierung der Pflege voran. Die entsprechenden wissenschaftlichen Kompetenzen vermittelt das Bachelor-Studium Pflege an der Katholischen Hochschule Mainz. Schüler des Südpfälzischen Zentrums für Pflegeberufe haben die Möglichkeit, gleichzeitig ihre Ausbildung und den Bachelor-Studiengang zu absolvieren. Sie werden dabei vom Pfalzklinikum gefördert, das gemeinsam mit dem Landeskrankenhaus einen Lehrstuhl an der Katholischen Hochschule Mainz gestiftet hat. „Wir wollen eigenständiges Denken und Handeln als Gesundheitsfachberuf fördern und entwickeln“, erläutert Pfalzklinikum-Geschäftsführer Paul Bomke.

In einem Handbuch „Pflege studieren mit dem Pfalzklinikum“ sind Aufbau und Ablauf des Studiums, Informationen zu Voraussetzungen und Bewerbungsverfahren zusammengefasst. „Das neunseitige Handbuch wird alle zwei Jahre von Studenten überarbeitet und ergänzt“, sagt Fritz Rau, Leiter des Südpfälzischen Zentrums für Pflegeberufe. Die erste Studienphase wird verzahnt mit der Berufsausbildung angeboten. Interessenten benötigen die allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife und eine Empfehlung der Krankenpflegeschule. Das Studium beginnt nach dem ersten halben Jahr Ausbildung. Quereinsteiger mit bereits abgeschlossener Berufsausbildung benötigen eine Empfehlung von ihrem Vorgesetzten. Interessenten können sich in der Zeit vom 1. Januar bis zum 15. März für einen Studienplatz im kommenden Sommersemester bewerben.

„Zusätzlich zu den pflegerischen Kompetenzen lernen die Studenten, wissenschaftliche Fragen zu generieren und Antworten darauf zu finden. Mit Hilfe der vertieften Kenntnisse können sie Patienten gut durch Krisen begleiten“, erläutert Fritz Rau den Unterschied zur reinen Berufsausbildung. Die Bachelor-Studenten beschäftigen sich vorwiegend in Seminarform mit Themen wie Pflegediagnosen und Evidence-based Nursing, einem Verfahren zur objektiven Beurteilung krankenpflegerischer Maßnahmen. „Krankenpflegeschüler in der dualen Ausbildung müssen sich schon darauf einstellen, ihre Freizeit etwas einzuschränken. Die Anforderung ist aber machbar“, so der Leiter der Krankenpflegeschule. Absolventen des Bachelor-Studiengangs Pflege können im ambulanten und stationären Bereich eingesetzt werden, sowohl in der Erwachsenen-, als auch in der Kinder- und Jugendpsychiatrie, der Forensik, der Gerontopsychiatrie und in der gemeindepsychiatrischen Versorgung.

Gesondert ausgewiesene Stellen für Bachelor in der Pflege gab es am Pfalzklinikum bislang noch nicht, das hat sich seit dem 1. Januar 2017 geändert. Im vergangenen Jahr erarbeitete ein Ausschuss Stellenbeschreibungen für Bachelorabsolventen. Insgesamt werden ca. 20 Stellen am Pfalzklinikum vorgehalten.

Das Handbuch „Pflege studieren am Pfalzklinikum“ steht auf der Homepage zum Download: www.pfalzklinikum.de/duales-studium

Kontakt:

Fritz Rau

Leiter Südpfälzisches Zentrum für Pflegeberufe

Tel. 06349 900-2065

E-Mail: fritz.rau@pfalzklinikum.de