Erstmals kulinarische Tage zum Pfälzer Weiderind

Partnerbetriebe des Biosphärenreservats laden ein

Naturnahe Erzeugung bei den Partnerbetrieben des Biosphärenreservats: Aubracrinder aus der Zucht von Henrik Heeger in Sippersfeld

Naturnahe Erzeugung bei den Partnerbetrieben des Biosphärenreservats: Aubracrinder aus der Zucht von Henrik Heeger in Sippersfeld

Erstmals laden 12 Partnerbetriebe des Biosphärenreservats Naturpark Pfälzerwald vom 10. bis 21. Juni zu kulinarischen Tagen rund ums Pfälzer Weiderind ein. Sie bieten schmackhafte Gerichte von naturnah aufgezogenen Robustrindern an, wobei Fleisch von verschiedenen Rassen gekostet werden kann. Darüber hinaus gibt es zwei Exkursionen, um die Lebensbedingungen der Tiere kennenzulernen. „Die Initiative zum Pfälzer Weiderind hat sich zum Ziel gesetzt, das naturnah erzeugte Fleisch aus der extensiven Mutterkuhhaltung zu vermarkten, das Image der Rinderhalter im Pfälzerwald zu verbessern und Arbeitsplätze im ländlichen Raum zu sichern“, sagte Bezirkstagsvize Dr. Klaus Weichel bei der Vorstellung der Aktion in Sippersfeld. Und er fügte hinzu: „Der Schutz der Natur ist nur durch Nutzung möglich.“ Michael Ruther, Beigeordneter des Donnersbergkreises und selbst Bio-Schafhalter, freute sich, dass „ein solch naturnahes Projekt hier angestoßen wird“. Es gehe genau in die richtige Richtung. Walter Herrmann, Beigeordneter in Sippersfeld, lobte die Familie Heeger, die im Ort einen Bauernhof mit Bauerncafé führe und als Projektpartner Aubracrinder halte und ihr Fleisch auch auf der Speisekarte anbiete: „Hier kommt alles aus eigener Hand.“

Die Galloway-, Aubrac- und Heckrinder haben sich zuvor als vierbeinige Landschaftspfleger nützlich gemacht und Tal-, Hang- und Streuobstwiesen und sogar Waldweidestandorte offen gehalten. Die Grasfresser genießen es, ab und zu auch an jungen Trieben von Hecken und Sträuchern zu naschen. Dadurch entsteht eine attraktive Kulturlandschaft mit vielen seltenen Pflanzen- und Tierarten. Langsames Aufwachsen im Herdenverband, kräuterreiches Grundfutter und Bewegung in der freien Natur sind die besonderen Geschmacksverstärker des hochwertigen und natürlich erzeugten Rindfleisches. Vier Erzeuger der Region (der Bauernhof mit Bauerncafé „Zum Fruchtspeicher“ in Sippersfeld, Bernd Völlinger in Venningen, die Wasgauschäferei Keller in Busenberg und die Bio-Galloway-Zucht der Familie Burkard in Völkersweiler) beliefern die 12 Gastronomiebetriebe mit dem Fleisch: Seehaus Forelle am Eiswoog bei Ramsen, Hotel-Restaurant Fröhlich in Kaiserslautern-Dansenberg, Gasthof „Am Rathaus“ in Kaiserslautern-Hohenecken, Fuxbau in Neustadt-Hambach, Weinstube „Zur Herberge“ und Biowirtshaus „Konfetti in Neustadt, Landgasthof Neupert in Lemberg, Hotel-Restaurant Pfälzer Hof und Gutshof Ziegelhütte in Edenkoben, Bauerncafé „Zum Fruchtspeicher“ in Sippersfeld, Gasthaus zur Kanne in Deidesheim und Hotel-Restaurant „Rösselsquelle“ in Ludwigswinkel.

Die Exkursion mit Stationenweinprobe in Annweiler-Gräfenhausen am Samstag, 20. Juni ab 15 Uhr steht unter dem Motto „Tierische Burgunderführung zum Pfälzer Weiderind“. Gezeigt wird eine Mischbeweidung mit Heckrindern, Ziegen und Eseln auf einer ehemaligen 13 Hektar großen Weinbergsbrache; anschließend ist ein Besuch des Burgunderfestes möglich (Treffpunkt: Annweiler-Gräfenhausen, Hahnenbachstraße 21; telefonische Anmeldung unter: 06346 2200 oder 0174 4125455; die Teilnahmegebühr beträgt 5 Euro). „Auf Ochsentour in St. Martin“ heißt es dann am Sonntag, 21. Juni, 11 Uhr, wenn es zu einem über 40 Hektar umfassenden Waldweideprojekt mit Heckrindern mit anschließendem Umtrunk und kleinem Imbiss vom Heckrind geht; mit von der Partie ist auch Leitkuh Esmeralda (Treffpunkt: Grillhütte in St. Martin; telefonische Anmeldung unter 0170 2404620; die Teilnahmegebühr beträgt 6 Euro). Ein Flyer zu den kulinarischen Tagen zum Pfälzer Weiderind, die vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten Rheinland-Pfalz sowie dem Bezirksverband Pfalz unterstützt werden, ist unter www.pfaelzerwald.de abrufbar.