Feste feiern wie sie fallen

Theaterfest des Pfalztheaters und Hoffest der Pfalzbibliothek

Bei Losglück: kostenloses Ständchen von Daniel Böhm im Pfalztheater
(Bilder Bezirksverband Pfalz)

Bei Losglück: kostenloses Ständchen von Daniel Böhm im Pfalztheater (Bilder Bezirksverband Pfalz)

Gleich zwei Einrichtungen des Bezirksverbands Pfalz in Kaiserslautern, das Pfalztheater und die Pfalzbibliothek, öffneten ihre Türen und feierten den Herbstbeginn auf ihre spezielle Weise. Trotz kühler Temperaturen strömten die Besucherinnen und Besucher schon am Morgen zum Hoffest in die Pfalzbibliothek. Bezirkstagsvize Manfred Schwarz und die Direktorin des Instituts für pfälzische Geschichte und Volkskunde und der Pfalzbibliothek, Dr. Sabine Klapp, begrüßten gut gelaunt die zahlreichen Gäste. Dabei hatte man sich diesmal ganz der pfälzischen Lebensart verschrieben: Geboten wurden die pfälzischen Klassiker „Weck, Worscht und Woi“, Musik und unterhaltsames „Lästern“ auf höchstem Niveau. Vollblutkabarettist und „Stammtischphilosoph“ Gerd Kannegieser unterhielt mit flinker Zunge und mit Blick für Alltagskomik sein Publikum. Mit seinem  „Kumm, geh fort!“ oder „Wo ware mer schdeh geblibb?“ war er immer nah an der pfälzischen Seele. Für die musikalische Unterhaltung sorgte Akkordeonistin Alexandra Maas (French Touch). Sie spielte „unplugged“ nicht nur die typisch französischen Walzerklänge, sondern auch den dramatischen und lustvollen Tango. Kulinarisch bestens versorgt wurden die Gäste der Pfalzbibliothek von der Kaiserslauterer Stadtgarde 2006. Neben einer Auswahl von Flammkuchen gab es unter anderem den berühmten Pfälzer Saumagenburger und vegetarische Spezialitäten. Renner des Tages waren die selbstgebackenen Sahnetorten, saftigen Schokoladen-,  Nusskuchen und Obstkuchen. „Alles ist pfälzisch“ war auch das Motto des großen Antiquariats, das mit Bücherschätzen aus der Region aufwartete. Auch für die kleinsten Gäste hatte sich das Team der Bibliothek etwas ausgedacht: Sie konnten in den Bastelecken ihr Mal und- Tüfteltalent ausprobieren, in Bilderbüchern schmökern oder sich mit dem überlebensgroßen Nils Nager fotografieren lassen. So bot das Hoffest einen großen Spaß für die ganze Familie.

Traditionsgemäß nach der Sommerpause öffnete das Pfalztheater seine Türen und lud sein Publikum zu einem großen Theaterfest ein. Wer wollte, konnte hinter die Kulissen schauen, Spannendes über Theaterberufe erfahren, das Ensemble hautnah erleben – oder es sich einfach im Eingangsfoyer bei Kaffee und Kuchen und mit der Bigband des Albert-Schweitzer-Gymnasiums gut gehen lassen. In dieser anregenden Atmosphäre fühlten sich auch der Mainzer Kulturminister Konrad Wolf, Oberbürgermeister und Bezirkstagsvize Klaus Weichel und Bürgermeisterin Susanne Wimmer-Leonhardt gut aufgehoben, die vom  Intendanten des Pfalztheaters, Urs Häberli, aufs Herzlichste begrüßt wurden. Auf die Besucher des Theaterfests warteten viele spannende Programmpunkte, wie verschiedene Workshops, musikalische und künstlerische Darbietungen der Schauspieler und Musiker, die beliebte Tanzprobe im Ballettsaal, ein Kinderprogramm sowie Führungen in jeden Winkel des Hauses. Die Besucher konnten selbst dirigieren, inszenieren oder tanzen. Die Lust am „Selbermachen“, sich austesten und ausprobieren war gefragt und wurde gerne von Groß und Klein angenommen. Mit einem wunderbaren Spielzeiteröffnungskonzert ging ein ereignisreicher und erfolgreicher Tag im Pfalztheater zu Ende.