Frauenkongress erfolgreich

Netzwerken für berufliche Weiterbildung in der Pfalzakademie Lambrecht

Netzwerken stand beim Kongress im Mittelpunkt: Frauen im Austausch

Netzwerken stand beim Kongress im Mittelpunkt: Frauen im Austausch

Zufriedene Gesichter zeigten die Teilnehmerinnen des Frauenkongresses in der Pfalzakademie Lambrecht, zu dem die Gleichstellungsbeauftragte des Bezirksverbands Pfalz, Renate Flesch, eingeladen hatte. „Netzwerken ist wichtig, damit wir uns weiterentwickeln und unterstützen können“, sagte sie zu Beginn. Monika Kabs, Fraktionsvorsitzende der CDU im Bezirkstag Pfalz und Bürgermeisterin der Stadt Speyer, bekannte, dass sie am Anfang ihrer beruflichen Laufbahn froh gewesen wäre, wenn sie die Chance gehabt hätte, einen Frauenkongress besuchen zu können. Die Mutter dreier Kinder, die früher als Schulleiterin tätig war, erwähnte, dass sie ohne die Unterstützung ihres Mannes das alles nicht geschafft hätte. Ingeborg Sabin, für die SPD im Bezirkstag Pfalz und Leiterin einer großen Kindestagesstätte in Limburgerhof, die sich für Ganztagsplätze stark gemacht hat, sagte, dass Frauen und Männer gemeinsam und generationenübergreifend die Probleme anpackten müssten. Susanne Wagner, Wiedereinstiegsberaterin der Arbeitsagentur Landau, hob hervor, dass es wichtig ist, eine Brücke in den beruflichen Wiedereinstieg zu haben; es sei immer eine Gratwanderung, Familie und Beruf zu vereinbaren.

Claudia Oestreich, Moderatorin des Tages und Personal Coach in Klingenmünster, widmete sich in einem Impulsreferat sodann dem Zeitmanagement. Hier stellte sie das Eisenhower-Prinzip vor, das die Kategorien Wichtigkeit und Dringlichkeit unterscheide und entsprechende Prioritäten setze. Sie sprach sich für Zeitpläne aus, die Überblick schaffen, für Entlastung sorgen, Unerledigtes nicht verloren gehen lassen und den Zeitbedarf einschätzen würden. Planungszeit schaffe Zeitgewinn und diene der Selbstmotivation. Zeitdiebe müssten bekämpft werden, indem man die „Aufschieberitis“ abstellen, den Perfektionismus zügeln und das Mail- und Postmanagement optimieren könne, und man lerne, „nein“ zu sagen. Sodann war Netzwerken angesagt: Anhand einer Kennenlernmethode kamen abwechselnd die Frauen untereinander ins Gespräch. Am Nachmittag beschäftigte sich die junge Gerontologin Lisa Ehrhardt vom Pfalzklinikum für Psychiatrie und Neurologie in Klingenmünster mit der Frage „Wie vereinbart Frau Beruf und Pflege?“. Dabei seien eine flexible Arbeitszeitgestaltung, Telearbeit, ein Mehrgenerationenmodell als alternative Wohnform sowie Pflegenetzwerke hilfreich. Mit praktischen Übungen vermittelte die Stimmtrainerin Andrea Stasche aus Mannheim den Frauen „Kompetentes Auftreten“.