Gibt es ein Jenseits und wie sieht es aus?

Kunst(früh)stück in der mpk-Sonderausstellung „nzaul d’auter (irgendwo anders) – Walter Moroder”

Geistig-seelische Ausstrahlung: Walter Moroders „Drap“ von 2012

(Foto: mpk, © Walter Moroder)

Geistig-seelische Ausstrahlung: Walter Moroders „Drap“ von 2012 (Foto: mpk, © Walter Moroder)

Kunst und Kulinarisches: Das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk), Museumsplatz 1, lädt am Sonntag, 25. Juni, um 11 Uhr zu einem Kunst(früh)stück der besonderen „Art“ ein. Die Besucher erwartet ein philosophischer Diskurs zum Thema „Diesseits – Jenseits“ mit Pfarrer Andreas Henkel, Friedenskirche Kaiserslautern, und Dr. Annette Reich, mpk, in der Sonderausstellung „nzaul d’auter (irgendwo anders) – Walter Moroder”. Walter Moroder stellt existenzielle Fragen nach dem Dasein an sich. Ebenso wie mit dem Leben beschäftigt sich der in Südtirol beheimatete Bildhauer mit Vergänglichkeit und Tod. Die Körper seiner meist aufrecht stehenden Figuren, die er aus Holz schnitzt und bemalt, scheinen beseelt. Erwartungsvoll, staunend, beunruhigt oder in sich gekehrt sind diese entrückten Figuren körperlich anwesend und doch scheinen sie einer anderen Welt anzugehören, als seien sie geistig „irgendwo anders”, unbestimmt an welchem Ort, der Zeit enthoben.

Im abendländischen Kulturraum wirkt die Auffassung eines Körper-Geist-Dualismus, wonach sich die unsterbliche Seele durch den Tod vom sterblichen Körper trennt, bis in das Denken der Gegenwart. Welche Vorstellungen verbinden sich mit dieser Grenzüberschreitung vom Diesseits ins Jenseits? Gibt es ein Jenseits und wie sieht es aus? Der Geist, die Seele als innerstes Wesen von Mensch und Natur weist über das sinnlich Erfahrbare hinaus. Die Skulpturen Moroders variieren in Farbigkeit, Materialität, Arbeitsweise und nicht zuletzt in ihrer geistig-seelischen Ausstrahlung. Dennoch ist eine Wesensgleichheit spürbar. Welche Empfindungen und Stimmungen stellen sich beim Betrachten ein? Und welche Bedeutung bekommt die Selbstwahrnehmung in der Konfrontation mit dem jeweiligen Gegenüber? Diese und andere Fragen werden aus theologisch-philosophischer sowie kunsthistorischer Sicht beleuchtet und sollen zur Diskussion anregen.

Ein Frühstücksbuffet im Foyer des Museums lädt im Anschluss an das Gespräch zu Stärkung und weiterer Kommunikation ein. Die Gäste können untereinander ins Gespräch kommen, gewonnene Eindrücke vertiefen und austauschen. Das Kunst(früh)stück kostet inklusive Museumseintritt für Erwachsene 15 Euro, für Kinder sechs Euro und für Familien – zwei Erwachsene mit zwei Kindern bis zwölf Jahre – 35 Euro. Eine Anmeldung im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern ist erforderlich bis spätestens Donnerstag, 16. Juni, unter der Telefonnummer 0631 3647-201. Karten sind ausschließlich im Vorverkauf an der Museumskasse erhältlich oder können unter info@mpk.bv-pfalz.de verbindlich bestellt werden.

 

 

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