Graphiken des berühmten Plastikers beeindrucken Besucher

Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern verlängert Richard Serra-Ausstellung

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Aufgrund des großen Publikumsinteresses verlängert das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern seine Ausstellung „Paperworks“, die tiefen Einblick in das graphische Schaffen von Richard Serra gewährt, bis zum 15 Mai. 40 großformatige Papierarbeiten zeigen unter dem Titel „Paperworks“, dass der heute 71-jährige US-Amerikaner, der zu den bedeutendsten Bildhauern der Gegenwart gehört, ebenfalls ein kongenialer Graphiker ist. Das Museum des Bezirksverbands Pfalz stellt ihn als „Schwergewicht“ der Konkreten Kunst vor. „Schwergewicht“ ist dabei durchaus wörtlich zu verstehen. Anders als traditionelle Graphiken vermuten lassen, handelt es sich nicht um leichte Blätter, vielmehr kann ein Blatt ungerahmt bis zu 12 Kilogramm auf die Waage bringen. Allein die Gewichtsangabe macht deutlich, was Serra meint, wenn er seine Papierarbeiten als „zweidimensionale Skulpturen“ bezeichnet. Die Ausstellung in der Pfalzgalerie macht deutlich, dass Serras graphische Arbeiten seinen weltweit gefeierten Skulpturen gleichrangig zur Seite stehen. Die Graphiken aus den Jahren 1972 bis 2009 führen eindrücklich vor Augen, wie der Künstler seinen Umgang mit Papier, Farbe und Drucktechnik kontinuierlich weiterentwickelt, bis auch die Fläche in den Raum hinein wirksam wird. Serras Paperworks verändern die Seherfahrung der Betrachter und wirken unmittelbar, emotional und körperlich. Das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern, Museumsplatz 1, ist mittwochs bis sonntags sowie an Ostersonntag und -montag von 10 bis 17 Uhr und dienstags von 11 bis 20 Uhr geöffnet; an Karfreitag bleibt das Haus geschlossen. Ein Katalog zu Richard Serras Graphiken ist für 12 Euro an der Museumskasse erhältlich. Weitere Informationen unter www.pfalzgalerie.de.