Grenzübergreifender Schüleraustausch mit Preis gewürdigt

Maler und Lackierer der Meisterschule für Handwerker erhalten Dr. Murjahn-Förderpreis

Jüngstes Austauschprojekt der Maler- und Lackiererabteilung: Flurgestaltung mit Schriftelementen an der Meisterschule für Handwerker Kaiserslautern

Jüngstes Austauschprojekt der Maler- und Lackiererabteilung: Flurgestaltung mit Schriftelementen an der Meisterschule für Handwerker Kaiserslautern

Erstmals wurde in Köln der „Dr. Murjahn-Förderpreis“ verliehen, bei dem die Meisterschule für Handwerker Kaiserslautern einen Anerkennungspreis in Höhe von 5.000 Euro für ihren deutsch-französischen Schüleraustausch im Maler- und Lackiererhandwerk in der Kategorie Aus- und Weiterbildung erhielt. Schulleiter Eckhardt Mielke und die Fachlehrkräfte Michael Bissinger und Regina Rausch von der Maler- und Lackiererabteilung nahmen den Preis im Rahmen einer Veranstaltung des Bundesverbands Farbe, Gestaltung, Bautenschutz entgegen. Von über 80 Bewerbern aus dem gesamten Bundesgebiet konnte sich die Meisterschule zusammen mit drei Malerbetrieben durchsetzen. Der geschäftsführende Gesellschafter der Deutsche Amphibolin-Werke (DAW), Dr. Klaus Murjahn, rief den Förderpreis zur Unterstützung des deutschen Maler- und Lackiererhandwerks ins Leben, um herausragende Leistungen einer breiten Öffentlichkeit vor Augen zu führen.

Die Zusammenarbeit der Meisterschule für Handwerker mit dem „Lycée les Marcs d’Or“ in Dijon (Burgund) besteht seit 2003 und reicht weit über arbeitstechnische Aspekte hinaus. So gestalteten angehende Maler und Lackierer beider Schulen jüngst einen Flur in der Kaiserslauterer Bildungsstätte des Bezirksverbands Pfalz mit Schriftelementen. Durch gemeinsames Arbeiten und Lernen – in Verbindung mit kulturellen Aktivitäten – vertieft sich das Verständnis für das Nachbarland, Vorurteile bauen sich ab und Freundschaften entstehen. Diese Erfahrungen erleichtern den Jugendlichen ein späteres Arbeiten in einem anderen Land, fördern das Völkerverständnis und den „Europäischen Gedanken“. Die Jury beurteilte das projektorientierte Arbeiten in deutsch-französischen Auszubildenden-Teams als „gelungenen Beitrag zur Völkerverständigung und Mobilität von jungen Malern und Lackierern“. Dazu gehört nicht nur das Kennenlernen von landestypischen Arbeitstechniken, sondern auch von Sprachkenntnissen. Bislang beteiligten sich 70 deutsche Auszubildende am Austausch. Zurzeit befinden sich zwölf Schüler aus dem zweiten Ausbildungsjahr in Dijon im„Lycée les Marcs d’Or"; der Gegenbesuch erfolgt im Januar 2013.