Holzkünstler Erwin Würth als Biosphärenpartner anerkannt

Nachhaltigkeitsnetzwerk umfasst nahezu 50 Pfälzer Betriebe

Freut sich über die Aufnahme als Partnerbetrieb des Biosphärenreservats: Erwin Würth (rechts) mit Helmut Schuler vom Naturpark Pfälzerwald Freut sich über die Aufnahme als Partnerbetrieb des Biosphärenreservats: Erwin Würth (rechts) mit Helmut Schuler vom Naturpark Pfälzerwald

Der Holzkünstler Erwin Würth, der in Petersbächel bei Dahn ein Atelier führt, wurde als Partnerbetrieb des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen anerkannt. Helmut Schuler von der Geschäftsstelle des Naturparks Pfälzerwald überreichte ihm das Partnerbetriebsschild und erläuterte das Konzept der bislang über 45 Biosphärenpartner verschiedenster Branchen, die sich zu einem stetig wachsenden Nachhaltigkeitsnetzwerk zusammengeschlossen haben. Erwin Würth sei, so Schuler, ein Vertreter der alten Waldberufe, zu denen auch die Schreiner, Schindelmacher und Küfer sowie die Arbeiter in Sägewerken gehörten. „Holz ist das Leitprodukt des Pfälzerwaldes“, sagte Schuler weiter. „Erwin Würth versteht es, aus ihm hochwertige und attraktive Holzskulpturen zu erschaffen.“ Selbst Astholz, Baumkrebs oder Totholz könne nach entsprechender Behandlung noch einen hohen künstlerischen Wert erfahren. Würth habe sich wie die anderen Betriebe verpflichtet, bestimmte Nachhaltigkeitskriterien, unter anderem das Energie- und Wassersparen, zu erfüllen und sich den Kontrollen im Auftrag des Biosphärenreservats zu unterziehen. Seit 1998 würden die umweltschonend produzierenden und „Bio“-Partnerbetriebe ihre Erzeugnisse auf den Biosphären-Bauernmärkten anbieten. Weitere Infos unter www.pfaelzerwald.de.

Es sei empfehlenswert, rät Schuler, das nach baubiologischen Gesichtspunkten erbaute Atelier des Holzkünstlers zu besuchen, dem ein 200 Quadratmeter großer Ausstellungsraum angegliedert ist. Seine Exponate, in denen er die verschiedensten Holzarten verwende, belegten den Artenreichtum des Pfälzerwalds mit seinen Streuobstwiesen. Und Erwin Würth, der auch Kurse gibt, erläuterte, dass jeder Baum eine Geschichte habe und damit auch jedes Kunstwerk. Durch technisch aufwändige Schnitte durch Bäume ergäben sich ganz natürliche Kunstwerke. Es komme nur darauf an, die Formen der Schöpfung frei zu legen. Wer zurzeit nicht in die Südpfalz kommt, hat bis 31. Juli Gelegenheit, in der Pfalzakademie Lambrecht eine Ausstellung mit rund 30 Exponaten zu sehen (montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr), darunter auch eine Sonne aus 48 Holzarten mit einem Durchmesser von rund drei Metern und einem Gewicht von etwa 120 Kilogramm. Desweiteren ist die „Gerichtsulme“ zu sehen; der Künstler hat sie aus dem Stamm einer 500 Jahre alten Ulme gefertigt, unter der früher Richter ihre Urteile sprachen.