Jüdisches Leben in Speyer, Worms und Mainz

Fortbildung der Regioakademie

Führt zehn Meter in die Tiefe: Abgang zur Mikwe, dem Ritualbad, in Speyer

Die herausragende Bedeutung der jüdischen Gemeinden in Speyer (Schpira), Worms (Warmaisa) und Mainz (Magenza) im Mittelalter und die einzigartige Verbindung der Gemeinden untereinander soll Thema einer Schulungs- und Exkursionsreihe sein, die die Regioakademie an vier Terminen ab Mitte Februar anbietet. In diesem Gemeindeverbund wurden wesentliche Grundlagen für das sogenannte aschkenasische Judentum nördlich der Alpen gelegt. Die Schriften der Gelehrten der jüdischen Gemeinden um die Jahrtausendwende in den drei Domstädten am nördlichen Oberrhein wirken heute noch in alle Welt und unterstreichen die Bedeutung des Ensembles der SchUM-Gemeinden. Sie galten als Wiege der Gelehrsamkeit und ihre Lehrhäuser zogen Lernende wie auch Lehrende aus ganz Europa an. Im August 2012 wurde vom Land Rheinland-Pfalz der Antrag für eine Aufnahme des jüdischen Erbes der SchUM-Gemeinden in die Welterbevorschlagsliste eingereicht. Im Rahmen einer Theorieeinheit am 13. Februar (19 bis 22 Uhr) sowie dreier Einzelexkursionen nach Speyer, Worms und Mainz (19. Februar, 5. und 10. März) soll der Existenz der einst blühenden jüdischen Gemeinden nachgespürt und die späteren Entwicklungen der jeweiligen jüdischen Gemeinden bis heute in den Domstädten sichtbar gemacht werden. Eine Anmeldung sollte bis Ende Januar erfolgen bei der Regioakademie, Telefon 06325 1800-241, regioakademie@pfalzakademie.bv-pfalz.de.