Kleiderordnung in der frühen Neuzeit

Vortrag in der Pfalzakademie Lambrecht

Streng geregelte Kleiderordnung: Ständetreppe auf einer Augsburger Radierung aus dem 17. Jahrhundert

Streng geregelte Kleiderordnung: Ständetreppe auf einer Augsburger Radierung aus dem 17. Jahrhundert

„Über die Kleiderordnung in der frühen Neuzeit“ referiert am Dienstag, 13. Januar, um 19 Uhr die stellvertretende Leiterin des Instituts für pfälzische Geschichte und Volkskunde, Barbara Schuttpelz, in der Pfalzakademie in Lambrecht (Eintritt frei). Kleiderordnungen spielten in vergangenen Zeiten – vor allem in den Städten – eine große Rolle. Gerade im Mittelalter und in der frühen Neuzeit hatte die Kleidung eine ungleich stärkere Symbolkraft als heutzutage; wie sich Angehörige der einzelnen Stände kleiden durften, war durch strenge Beschränkungen von Seiten der Obrigkeit geregelt. Die Verordnungen waren zum einen dazu da, um Standesunterschiede optisch aufrecht zu erhalten und der Kennzeichnung der gesellschaftlichen Schichten zu dienen, zum anderen hatten sie die Funktion, religiös-moralische Vorstellungen zu wahren, die ebenfalls in entsprechender Kleidung ihren Ausdruck fanden. Im Vortrag kommen sowohl die historische Entwicklung als auch Beispiele für Kleiderordnungen aus dem pfälzischen Raum zur Sprache.

Der ursprünglich für diesen Termin geplante Vortrag des Direktors des Instituts für pfälzische Geschichte und Volkskunde, Roland Paul, über das Ende des Amerikanischen Bürgerkriegs vor 150 Jahren findet am 10. März um 19 Uhr in der Pfalzakademie statt. Für beide Termine wird um Voranmeldung unter der Telefonnummer 06325 1800-0 oder per Mail (info@pfalzakademie.bv-pfalz.de) gebeten.