Kriegsfotos von Anja Niedringhaus – letzte Gelegenheit

Finissage der Ausstellung im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern

Intensiv wirkende Bilder: Anja Niedringhaus‘ Fotografie eines trauernden amerikanischen Marine-Infanteristen während eines Gedenkgottesdienstes im irakischen Ar Rutbah im Februar 2005

Intensiv wirkende Bilder: Anja Niedringhaus‘ Fotografie eines trauernden amerikanischen Marine-Infanteristen während eines Gedenkgottesdienstes im irakischen Ar Rutbah im Februar 2005

Am Sonntag, 26. April, bietet sich die letzte Gelegenheit, im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk), Museumsplatz 1, die beeindruckende Fotoausstellung „Anja Niedringhaus – At War” zu besuchen; um 15 Uhr besteht auf einem Rundgang die Möglichkeit, mit Kuratorin Dr. Annette Reich ein Gespräch zu führen. Sie erläutert die „Fotografien voller Sensibilität“, die stillen, sehr intensiv wirkenden Bilder der deutschen Fotojournalistin. Unerschrocken bewegte sich Anja Niedringhaus mit ihrer Kamera in zahlreichen Kriegsgebieten, wie zum Beispiel Afghanistan, Libyen, dem Irak, Israel (Gaza) und Bosnien. Für ihre Fotoberichterstattung aus dem Irak erhielt sie 2005 – als erste deutsche Frau – zusammen mit neun AP-Kollegen den „Pulitzerpreis”. Am 4. April 2014 wurde sie in Banda Khel (Afghanistan) einen Tag vor der Präsidentschaftswahl von einem Polizisten erschossen. Die komplexe, subtile Bildsprache ihrer Fotografien bannt Opfer und Täter. Sie führt den Wahnsinn eines jeden Krieges drastisch vor Augen. Ihre Fotos sind Dokumente der Vergangenheit und zugleich Mahnmale für die Zukunft.Wer die Ausstellung im mpk doch verpassen sollte, kann sich die Fotos dann im Dezember im Kunsthaus Frankenthal anschauen.