Leuchtturm in der Aus- und Weiterbildung

Meisterschule für Handwerker verabschiedet 343 Absolventen

Hervorragende Leistungen (von rechts): Bezirkstagsvize Günter Eymael

Hervorragende Leistungen (von rechts): Bezirkstagsvize Günter Eymael

Als „Leuchtturm in der Aus- und Weiterbildungslandschaft“ bezeichnete Bezirkstagsvize Günter Eymael die Meisterschule für Handwerker in Kaiserslautern bei der Abschlussfeier. Insgesamt 343 Absolventinnen und Absolventen nahmen ihre Zeugnisse im Pfalztheater Kaiserslautern entgegen. Schulleiter Eckhard Mielke dankte ihnen für ihren Einsatz; 91 Berufsfachschülerinnen und -schüler hätten nach drei Jahren in neun Berufen ihr Ausbildungsziel erreicht, die zweijährige Fortbildung zum Staatlich geprüften Techniker hätten 101 Schülerinnen und Schüler absolviert und 151 junge Männer und Frauen hätten sich erfolgreich auf die Meisterprüfung vorbereitet. Die Meisterschule versuche hinsichtlich ihrer Ausstattung und Weiterbildung ihrer Lehrkräfte, „mit den zum Teil rasanten technischen Entwicklungen mitzuhalten“, sagte Mielke und dankte dem Bezirksverband Pfalz als Träger der Schule.

„Qualifizierte Facharbeiter werden künftig immer mehr gesucht werden“, prognostizierte Eymael, der bekannte, ein „Fan des Meisterabschlusses" zu sein. Auch Festredner Prof. Dr. Dieter Rombach von der Technischen Universität und dem Fraunhofer Institut in Kaiserslautern bekräftigte, dass alle Untersuchungen darauf hindeuteten, dass im Handwerk zu wenig Facharbeiter zur Verfügung stünden. Er sprach sich dafür aus, Wissenschaft und Handwerk am Standort Kaiserslautern und der Pfalz stärker miteinander zu verzahnen, um Wettbewerbsvorteile zu sichern. „Das Handwerk bietet die Voraussetzung, Innovationen in die Breite zu bringen.“ Daher sollte es frühzeitig in die Entwicklung von neuen Technologien einbezogen werden, da das Handwerk die Praxistauglichkeit von Innovationen überprüfen könne, so Rombach. Er riet den Absolventinnen und Absolventen, „frühzeitig neue Technologien zu nutzen, denn das bringt Vorteile“. Langfristig Erfolg werde nur derjenige haben, der sich lebenslang weiterbilde: „Sie haben heute eine wichtige Etappe erreicht; aber lehnen Sie sich nicht zurück, die Entwicklung geht rasant weiter.“

Für ihr herausragendes soziales Engagement zeichnete der Freundeskreis der Meisterschule den frisch gebackenen Staatlich geprüften Techniker für Prozessautomatisierung Sven Robert Wagner aus Ramstein-Miesenbach, Jahrgang 1982, sowie die beiden Maler- und Lackierergesellen Ramona Mergel aus Neuhemsbach, Jahrgang 1988, und Eric Marx aus Kindsbach, Jahrgang 1984, aus. Der Vorsitzende des Freundeskreises Bernd Lederer überreichte den Geehrten die Auszeichnung in Höhe von je 250 Euro. Die Bauhütte der Pfalz ehrte 19-jährige Michael Diehl aus Bedesbach bei Kusel, der die Steinmetzabteilung der Berufsfachschule besuchte, für seinen Obelisken mit Brunnenschale aus hellem Eifelsandstein. Hüttenmeister Manfred Hilgert verwies darauf, dass der mit 500 Euro dotierte Förderpreis als „Anerkennung der Leistung des Geehrten sowie der Ausbildungsstätte“ zu verstehen sei und den Erhalt von historischen und gebietstypischen Bauweisen würdige. Die Big Band des Gymnasiums am Rittersberg Kaiserslautern gestaltete die Veranstaltung musikalisch, die mit dem traditionellen „Zimmermannsklatsch“ endete.