Liselotte mal ganz süß

Kunst(früh)stück um berühmteste Pfälzerin und handgefertigte Pralinen

Konterfei der Liselotte von der Pfalz wirbt für Südes: Pralinendose der Heidelberger Pralinenmanufaktur Vorbach

Konterfei der Liselotte von der Pfalz wirbt für Südes: Pralinendose der Heidelberger Pralinenmanufaktur Vorbach

Im Kunst(früh)stück am Sonntag, 27. Oktober, um 11 Uhr im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk) steht die berühmteste Pfälzerin im Mittelpunkt: Zum Thema „Liselotte mal ganz süߓ tauschen sich Dr. Annette Reich vom mpk und Helgo Vorbach von der Heidelberger Pralinenmanufaktur Vorbach über das „Kinderbildnis der Liselotte von der Pfalz“ aus, das um 1663/64 Johann Heinrich Roos gemalt hat.

Elisabeth Charlotte, genannt Liselotte von der Pfalz, wurde als Tochter von Kurfürst Karl I. Ludwig von der Pfalz, dem Sohn des „Winterkönigs“, und Charlotte von Hessen-Kassel 1652 im Heidelberger Schloss geboren. Sie verbrachte einen Teil ihrer Kindheit bei ihrer Tante Sophie in Hannover. Mit elf Jahren kam Liselotte zurück nach Heidelberg an den Hof bevor sie 19-jährig aus politischen Gründen gegen ihren Willen mit Herzog Philipp I. von Orléans, Bruder Ludwigs XIV., verheiratet wurde. Liselotte verbrachte 50 Jahre am Hofe des Sonnenkönigs in Versailles und war bis zu ihrem Tod 1722 nie mehr in ihre geliebte pfälzische Heimat zurückgekehrt.

Der Barockmaler Johann Heinrich Roos, der als einer der prägnantesten Bildnismaler seiner Zeit gilt, porträtierte die elfjährige Prinzessin zusammen mit ihrer Freundin Eleonore. Das repräsentative Gemälde in der ständigen Sammlung des Museums Pfalzgalerie lädt zu einer intensiveren Betrachtung ein. Auffallend sind die opulente Kleidung und der reiche Perlenschmuck der kleinen Prinzessin. „Liselottes süße Perlenschätze” nennt Helgo Vorbach eine Mischung aus erlesenen, handgefertigten Trüffelpralinen, hübsch verpackt in einer Dose mit dem Porträt der Liselotte von der Pfalz. Er hat sie im vergangenen Jahr als limitierte Sonderedition in seinem Sortiment angeboten. Wie er auf diese Idee kam, wo doch Liselottes Leibgericht, wie überliefert ist, Sauerkraut und geräucherte Wurst war, das wird er selbst erzählen. Im Anschluss an das Gespräch gibt es eine Stärkung am Buffet – jedoch ohne Sauerkraut. Es besteht außerdem die Möglichkeit, die variantenreichen Pralinenspezialitäten aus der Pralinenmanufaktur Vorbach vor Ort zu genießen oder mit nach Hause zu nehmen.

Um verbindliche Anmeldung mit Vorauskasse bis 18. Oktober unter der Telefonnummer 0631 3647-201 oder per Mail ( info@pfalzgalerie.bv-pfalz.de) wird gebeten. Das Frühstücksbüffet kostet 15 Euro pro Person; Kinder zahlen sechs Euro und Familien (zwei Erwachsene mit zwei Kindern bis 12 Jahre) 35 Euro.