Luchse sollen „Filou“ und „Palu“ heißen

Bezirksverband Pfalz und Pfalz.Touristik verkünden Ergebnisse der Namenssuche

Die Luchsjungen haben nun Namen: „Filou“ und „Palu“ (Foto: Stiftung und Umwelt Rheinland-Pfalz, Alexander Sommer)

Die Luchskinder, für die der Bezirksverband Pfalz und die Pfalz.Touristik auf Namenssuche gingen, sollen „Filou“ und „Palu“ heißen. Beim Bezirksverband Pfalz haben dies eine Jury und eine Abstimmung unter Kindern in der Pfalzbibliothek ergeben. Insgesamt hatten über 630 Personen, davon gut ein Drittel Kinder und Jugendliche, 935 Namen von Ace bis Zuko gemeldet, von denen 751 Vorschläge den Kriterien entsprochen hatten. Gesucht wurde der Name für ein männliches Tier, der aus maximal vier oder fünf Buchstaben besteht und möglichst wenig Ähnlichkeit mit einem menschlichen Namen hat. Die Vorschläge kamen zum größten Teil über das Online-Formular auf der Website des Regionalverbands. Viele Namen basierten auf Kombinationen von Silben, die von den Namen der Eltern Kaja und Lucky abgeleitet wurden, auch Filmfiguren und Götternamen fanden Verwendung. Am Ende musste das Los entscheiden, denn der Name „Filou“, der auf das grenzüberschreitende Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen verweist, wurde mehrmals genannt. Gewinner sind Brigitte Gilster aus Haßloch sowie die beiden Kinder Anouk Wessa, Weisenheim am Berg, und Simon Müller, Hochspeyer, die attraktive Sachpreise aus den Einrichtungen des Bezirksverbands Pfalz erhalten.

Neben dem Bezirksverband Pfalz durfte auch die touristische Regionalagentur der Pfalz, Pfalz.Touristik e.V., einen Namen für eines der beiden Luchsbabys finden, die Kolleginnen und Kollegen aus den Pfälzer Tourismusbüros, Kooperationspartner sowie „Pfalzclub“-Mitglieder und Pfalz-Urlaubsgäste aufrief, Namen zu liefern. Aus den rund 80 den Kriterien entsprechenden Vorschlägen wählten ehemalige Praktikantinnen und Praktikanten, Mitarbeiter der Pfalz-Vereine, die Touristiker der Pfalz und die Trägergruppe der eng mit dem Biosphärenreservat Pfälzerwald verbundenen Kooperation „Fahrtziel Natur“ ihre Favoriten: Falco (Gründer des Ortes Falkenstein am Fuße des Donnersbergs), Kudos (aus dem Griechischen: Ruhm / Ehre), Linko („Luchs“ in der Plansprache Esperanto) und Palu (Akronym aus Palz und Luchs). Die Entscheidung traf die Facebook-Community der Pfalz.Touristik mit ihren rund 21.200 „Fans“. Das Rennen machte „Palu“. Der Ideengeber für den Namen Palu darf sich als Dankeschön über eine Pfalzkiste, gestiftet von der Initiative Pfalz.Marketing, gefüllt mit Leckereien aus der Region, freuen.

Der Bezirksverband Pfalz und die Pfalz.Touristik gratulieren den kleinen Kudern, wie männliche Luchse genannt werden, zu ihren Namen und wünschen ihnen alles Gute auf ihren Erkundungstouren im Pfälzerwald. Ende April kamen die beiden zur Welt, nachdem sich das Luchsweibchen Kaja und das Männchen Lucky, die beide aus der Slowakei stammen und im Sommer 2016 im Biosphärenreservat Pfälzerwald ausgewildert wurden, getroffen hatten. Bei der Untersuchung durch die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz Ende Mai brachten sie ein beziehungsweise 1,3 Kilogramm auf die Waage und waren wohlauf. Bei der Geburt sind Luchsbabys noch blind und wiegen etwa 250 bis 300 Gramm. Nach etwa zwei Wochen öffnen sie die Augen. Bis zum Alter von circa neun Wochen werden die Jungen nur mit Muttermilch aufgezogen – ab dann folgen sie der Mutter zur gerissenen Beute. Luchse sind Einzelgänger und nur die Weibchen kümmern sich um ihren Nachwuchs.