Luther-Jahr 2017: Kaiser Karl V. vor den Herausforderungen der Reformation

Vortrag im Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde

KarlV_Holzschnitt 1518

Zu Beginn des Reformationsjubiläumsjahres spricht am Mittwoch, 1. Februar, Dr. Ulrich A. Wien in seinem Vortrag „Kaiser Karl V. vor den Herausforderungen der Reformation“ über die wechselvolle Positionierung Karls V. in der Lutherfrage. Der bebilderte Vortrag beginnt um 19 Uhr im Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde (Benzinoring 6 in Kaiserslautern).

Der humanistisch erzogene Kaiser Karl V. beherrschte ein Weltreich, war aber durch geerbte immense Schulden in seinen Handlungsspielräumen eingeschränkt. Die regional unterschiedlichen, oft auch militärischen Konflikte banden seine Kräfte. Deswegen waren seine Reaktionen auf die Bedrohung des inneren Zusammenhalts des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation durch die von Martin Luther angestoßene Reformationsbewegung ambivalent: Sie schwankten zwischen strikter Ablehnung und politisch-pragmatischen Lösungen. Dramatisch war die persönliche Begegnung auf dem Wormser Reichstag, auf dem der traditionsbewusst katholische, aber an Reformen interessierte Kaiser die Reichsacht über den kirchlich gebannten Mönch und seine Anhänger aussprach.

Dr. Ulrich A. Wien, Akademischer Direktor am Institut für Evangelische Theologie, lehrt an der Universität Koblenz-Landau. Der Vortrag findet in Zusammenarbeit mit der Bezirksgruppe Kaiserslautern im Historischen Verein der Pfalz statt. Der Eintritt ist frei.