Meisterschule für Handwerker legte Grundstein für Karrieren

Karosseriebautechniker besuchen nach 50 Jahren ihre Ausbildungsstätte

Nach 50 Jahren zurück zu den Wurzeln ihrer beruflichen Laufbahn: Karosseriebautechniker von 1963 besuchen die Meisterschule für Handwerker

Nach 50 Jahren zurück zu den Wurzeln ihrer beruflichen Laufbahn: Karosseriebautechniker von 1963 besuchen die Meisterschule für Handwerker

„50 Jahre nach Ihrem Abschluss sind Sie an die Ursprungsstätte Ihres beruflichen Erfolges zurückgekehrt“, mit diesen Worte begrüßte Schulleiter Eckhard Mielke elf Karosseriebautechniker, die sich 1963 an der Meisterschule für Handwerker in Kaiserslautern zu Fachkräften weiterqualifiziert hatten. Mielke berichtete, dass die Bildungsstätte des Bezirksverbands Pfalz zu den wenigen Schulen in Deutschland gehöre, die diesen Technikerausbildungsgang anbiete, obwohl es einen großen Bedarf an Fachkräften gebe. Die Meisterschule für Handwerker bilde derzeit pro Jahr 20 bis 25 staatlich geprüfte Techniker im Karosserie- und Fahrzeugbau aus. Allerdings seien die Projektarbeiten „heute rein theoretischer Natur und damit gänzlich anders als damals“. Die ehemaligen Absolventen, die sich seit 50 Jahren regelmäßig einmal im Jahr treffen, hatten drei Mappen mit ihren Arbeiten von damals mitgebracht, um sie den Schülern zu zeigen. Auf einem Rundgang durch die Schule besuchten sie auch die Kfz-Werkstatt und lauschten den Informationen Hans-Martin Bauers, der sich 1987 an der Meisterschule zum Meister qualifizierte und dort seit 1991 als Fachlehrer im Einsatz ist.

„Die Meisterschule für Handwerker hatte schon damals einen guten Ruf, insbesondere in der PKW-Industrie“, bestätigte Horst Janisch, der sich seit 50 Jahren um die Organisation der Gruppe kümmert. Ausnahmslos jeder der Karosseriebautechniker hatte nach dem Besuch der Meisterschule eine beeindruckende Karriere gemacht. Sie wurden Konstrukteure bei Porsche, Daimler-Benz, BMW und Opel oder machten sich selbstständig, konstruierten Nutzfahrzeuge, Omnibusse, Tankwagen, Pritschenfahrzeuge und Formel 1-Rennautos oder waren in der Airbag-Entwicklung tätig. Einer von ihnen hat schon früh sein Herz an die Restaurierung von Oldtimern verloren, was er bis heute ausübt. Er ist nicht der Einzige der heute 70- bis 80-Jährigen, die noch immer am Konstruieren sind.