Multimedialer Zugang soll Jugendliche interessieren

Beirat für Gedenkarbeit des Bezirkstags Pfalz informiert sich in Pirmasens

Gedenktafeln erinnern an die Opfer: Beiratsvorsitzender Bernhard Kukatzki und Pirmasenser Stadtarchivarin Heike Wittmer

Gedenktafeln erinnern an die Opfer: Beiratsvorsitzender Bernhard Kukatzki und Pirmasenser Stadtarchivarin Heike Wittmer

Der Beirat für Gedenkarbeit des Bezirkstags Pfalz unter Vorsitz von Bernhard Kukatzki informierte sich vor Ort über das Gedenkprojekt der Stadt Pirmasens. Zunächst stellte Stadtarchivarin Heike Wittmer das Online-Gedenkprojekt mit multimedialem Zugang vor, bevor die Mitglieder verschiedene Orte besichtigten. Mittels eines QR-Codes, mit dem die Gedenktafeln ausgestattet sind, ist es möglich, mit dem Smartphone weitere Informationen auf der städtischen Homepage abzurufen; damit hofft man, besonders auch junge Menschen anzusprechen. Die Gedenktafeln erinnern unter anderem an die ehemalige Synagoge und ein einstiges jüdisches Kaufhaus sowie an mehrere Opfer des Nationalsozialismus. Darüber hinaus berichtete Ulrich Burkhart vom Zentralarchiv des Bezirksverbands Pfalz über das Online-Gedenkbuch des Regionalverbands, das die Schicksale all jener überlebenden und toten Pfälzerinnen und Pfälzer zusammenführen soll, die Opfer nationalsozialistischer Verfolgung geworden sind; es soll ab Herbst abrufbar sein. Sodann informierte er über die diesjährige Gedenkfeier in Gurs Ende April, an der eine zehnköpfige Delegation des Bezirksverbands Pfalz teilnimmt. Die mehrtägige Jugendgedenkfahrt in den Herbstferien vom 9. bis 13. Oktober soll diesmal ins ehemalige Konzentrationslager im elsässischen Struthof gehen.