Museum Pfalzgalerie freut sich mit Charles Hinman

Hochkarätige Auszeichnung für New Yorker Künstler

Schnappschuss: Charles Hinman und Museumsdirektorin Dr. Britta E. Buhlmann beim Besuch des Künstlers 2010 im mpk

Schnappschuss: Charles Hinman und Museumsdirektorin Dr. Britta E. Buhlmann beim Besuch des Künstlers 2010 im mpk

Das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk) freut sich mit dem amerikanischen Künstler Charles Hinman über dessen Ernennung zum Fellow der John Simon Guggenheim Memorial Foundation. Hinmans Werk „Ocre and White“ aus dem Jahr 1967 nimmt in der Sammlung des mpk einen zentralen Platz ein. Die Guggenheim Foundation, 1925 gegründet, gehört zu den renommiertesten Stiftungen der USA. Unter den Stipendiaten der Foundation finden sich zahlreiche Nobelpreis- und Pulitzerpreisträger. In diesem Jahr stammen sie aus 54 Disziplinen und kommen aus 77 unterschiedlichen akademischen Instituten. „Die ausgewählten Künstler, Schriftsteller, Wissenschaftler und Gelehrten gehörten zu den Besten der Besten“, lässt Präsident Edward Hirsch in der diesjährigen Pressemitteilung verlauten. Die New York Times veröffentlichte die Bekanntmachung der Stipendiaten in der vergangenen Woche.

Die abstrakte amerikanische Malerei, die auch Hinman vertritt, gehört zu einem Sammlungsschwerpunkt des Museums Pfalzgalerie und war bis vor Kurzem gemeinsam mit europäischen Positionen in der umfänglichen Ausstellung „Aufbruch – Malerei und realer Raum“ zu sehen. Hinman verabschiedete sich schon vor 50 Jahren von der planen Leinwand und ihrem üblichen rechteckigen Format. Anfang der 1960er Jahre zeigte er dreidimensional geformte Leinwände sowohl in New Yorker als auch in europäischen Galerien. Die revolutionäre Weise, in der er den skulpturalen Raum seiner Malerei mit ihrem illusionistischen Raum verbindet, blieb auch von musealer Seite nicht unbeachtet. Eine Reihe amerikanischer Museen, wie beispielsweise das Museum of Modern Art und das Whitney Museum of American Art in New York oder auch das Denver Museum in Denver, Colorado, kauften Werke von Hinman für ihre Sammlungen.

Dr. Britta E. Buhlmann, Direktorin des Museums Pfalzgalerie, freut sich über die hochkarätige Anerkennung eines im europäischen Raum bislang nur wenig bekannten Künstlers und damit dem Aufgehen ihres Konzeptes: Jenseits des Mainstreams Künstler von hohem Niveau zu präsentieren. Zuletzt gelang Buhlmann dies auf internationaler Ebene mit den Werken von Carmen Herrera, eine Ausstellung, die sie gemeinsam mit der Ikon Gallery in Birmingham 2010 realisierte.

Charles Hinman wurde 1932 in Syracuse, New York, geboren. Er begann 1955 an der University in Syracuse das Studium der Malerei und Graphik und setzte es von 1955 bis 1966 in der Art Students League, einer einflussreichen Verbindung von Kunststudenten, fort. Von 1956 bis 1958 absolvierte er seinen Militärdienst in der amerikanischen Armee. Bereits 1964 erhielt er seine erste Einzelausstellung in der Richard Feigen Gallery in Chicago. Er lebt und arbeitet in New York.