Neuer Kälberstall am Hofgut Neumühle

Rindernachwuchs fühlt sich im neuen Zuhause sichtlich wohl

Geräumig und nach den aktuellsten technischen Standards ausgestattet: der neue Kälberstall im Hofgut Neumühle bei Münchweiler an der Alsenz

Geräumig und nach den aktuellsten technischen Standards ausgestattet: der neue Kälberstall im Hofgut Neumühle bei Münchweiler an der Alsenz

Die Kälber am Hofgut Neumühle bei Münchweiler an der Alsenz können sich über ein neues, geräumiges sowietier- und bedarfsgerechtes Zuhause freuen. Im Rahmen eines Umbaus wurde die ehemalige Lehrwerkstätte Schafhaltung zu einer Lehrwerkstätte für Kälberhaltung umgebaut. Im neuen Stall werden die Tiere am vierten Lebenstag an den Tränkeautomaten gewöhnt und können nach Lust und Laune Vollmilch oder Milchaustauscher – ein Ersatz für Muttermilch – zu sich nehmen. Die Kälber werden wie andere Säugetiere zunächst nur mit Milch versorgt und sollen sich langsam an das zukünftige Leben als Wiederkäuer gewöhnen. Hierzu fressen sie immer mehr Heu und Kraftfutter oder ein Gemisch aus Gras, Mais und Kraftfutter, die sogenannte Totale Mischration, was eine frühzeitige Entwicklung ihrer Vor- und Wiederkäuermägen fördert. Die Mitarbeiter des Hofguts Neumühle versorgen die Jungtiere als Milchkühe von morgen nach den aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Nach der Tränkeperiode von rund zehn Wochen werden die Tiere in vier verschiedenen Gruppen bis zu einem Alter von acht Monaten gehalten. Danach ziehen sie dann als Jungrinder in die moderne Lehrwerkstätte Milchviehhaltung um.

Die neue Lehrwerkstätte Kälberhaltung bietet auch die Möglichkeit, praxisorientierte Fragestellungen im Bereich der Kälber- und Jungrinderaufzucht zu untersuchen, um für die Landwirte Beratungsempfehlungen zu erarbeiten. So beobachtet das Hofgut-Team unter anderem die Futteraufnahme sowie den Insulinstoffwechsel der Kälber und plant, die neuesten Versuchsergebnisse schnellstmöglich in der Fachpresse zur Verfügung zu stellen.