nzaul d’auter (irgendwo anders)

Skulpturen und Zeichnungen von Walter Moroder im mpk

Entrücktes Wesen: „Drap“ (Detail), 2012 von Walter Moroder

(Foto: mpk, © Walter Moroder)

Entrücktes Wesen: „Drap“ (Detail), 2012 von Walter Moroder (Foto: mpk, © Walter Moroder)

Das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk), Museumsplatz 1, zeigt unter dem Titel „nzaul d’auter (irgendwo anders)“ vom 20. Mai bis 13. August im Erdgeschoss Skulpturen, Zeichnungen und großformatige Xylographien (Holzdruck bearbeitet) von dem Südtiroler Bildhauer Walter Moroder. Zur Eröffnung der Ausstellung am Freitag, 19. Mai, um 19 Uhr sprechen Theo Wieder, Vorsitzender des Bezirkstags Pfalz, Dr. Britta E. Buhlmann, Direktorin des mpk, und Dr. Annette Reich, Kuratorin der Ausstellung.

Der Werküberblick im mpk zeigt in nuancenreichen Facetten die Auseinandersetzung von Walter Moroder mit der menschlichen Figur. Der Künstler stellt existenzielle Fragen nach dem Dasein an sich. Damit rückt er auch die Selbstwahrnehmung in den Mittelpunkt seiner und unserer Betrachtungen. Aufrecht stehen seine lebensgroßen, meist weiblichen Holzfiguren im Raum – alleine oder in einer Gruppe. Ihre Präsenz erfüllt den Ort, den sie einnehmen und zugleich verändern. Scheinbar vertraut und zugleich fremd muten diese entrückten Wesen an. Ihre Körper wirken beseelt. Erwartungsvoll, staunend, beunruhigt oder in sich gekehrt sind die Figuren anwesend und doch scheinen sie einer anderen Welt anzugehören. Ihre minimale Gestik und Mimik lässt individuelle Gefühle ahnen, Stimmungen, Befindlichkeiten unterschiedlicher Art, die jedoch uneindeutig bleiben. Einige der Werke Moroders, so auch die Arbeit „Drap“ von 2012 aus der Sammlung des mpk tragen Titel in ladinischer Sprache, einem Dialekt in den Dolomiten. Neben den Skulpturen werden entsprechend ausdrucksstarke Graphiken gezeigt, die das figürliche Motiv variieren. Es sind sensible, formal extrem reduzierte Zeichnungen mit Tusche, Deckfarben oder Pastellkreide und großformatige Drucke, deren Motive mit Hammerschlägen auf den jeweiligen Bildträger aus Holz aufgebracht wurden. Walter Moroder steht mit seinen Holzskulpturen in der Tradition der Schnitzkunst seiner Heimat, dem Grödnertal. Das dort über Jahrhunderte gepflegte Handwerk wurde weitgehend von industrieller Massenproduktion verdrängt. Losgelöst von diesem Prozess hat Moroder einen eigenen Weg als bildender Künstler gefunden. 1963 in St. Ulrich in Südtirol geboren, studierte er, nach seiner Lehre in der väterlichen Werkstatt, Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in München. Auslandsaufenthalte führten ihn unter anderem in die USA, nach Mexiko, Guatemala und Indonesien. Seit 2001 arbeitet Moroder freischaffend.

Ort

Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern, Museumsplatz 1, 67657 Kaiserslautern

Pressevorbesichtigung

Nach telefonischer Vereinbarung unter 0631 3647-203

Eröffnung

Freitag, 19. Mai 2017, 19 Uhr

 Ausstellungsdauer

20. Mai bis 13. August 2017

Öffnungszeiten

Di. 11 – 20 Uhr, Mi. – So. 10 – 17 Uhr, Feiertage 10 – 17 Uhr, Mo geschlossen

Pfingstmontag 10 – 17 Uhr

Information

www.mpk.de, info@mpk.bv-pfalz.de,Telefon 0631 3647-201, Fax 0631 3647-202

Eintritt

Sammlungen 3 Euro, Sonderausstellungen 5 Euro, Kombikarte (Sammlungen und Sonderausstellung) 6 Euro, Familienkarte 10 Euro, Jahreskarte 20 Euro, freier Eintritt für Kinder und Schüler bis 16 Jahren

Medienpartner

Rheinpfalz, SWR 2

Kuratorin

Dr. Annette Reich, a.reich@mpk.bv-pfalz.de, Telefon: 0631 3647-203

 Pressedownloads

www.mpk.de