Oss Kröher in der Pfalzbibliothek

Lesung aus dem neuen Band „Vom Lagerfeuer ins Rampenlicht“

Beliebter Musiker und Buchautor: Vollbluterzähler Oskar (Oss) Kröher

Beliebter Musiker und Buchautor: Vollbluterzähler Oskar (Oss) Kröher

Am Samstag, 25. Januar, liest Oskar (Oss) Kröher um 11 Uhr in der Pfalzbibliothek in Kaiserslautern, Bismarckstraße 17 (Eintritt frei, Parkplätze im Hof) aus seinem neuesten Buch „Vom Lagerfeuer ins Rampenlicht“. Der beliebte Volkssänger und Liedermacher, der in jungen Jahren eine Industriekaufmannslehre absolviert und sich inzwischen auch als Buchautor einen Namen gemacht hat, beschreibt im neuesten Werk sein Leben als Lehrer an amerikanischen Schulen und Handelsvertreter auf den Straßen des Wirtschaftswunderlandes zwischen 1952 und 1964. Heirat, Hausbau und die Geburt zweier Söhne gehören ebenso in diese Zeitspanne wie das Alltagsleben in seiner Heimatstadt Pirmasens und die Verbundenheit mit seinen Freunden und Weggefährten. Die Zwillinge Hein und Oss Kröher, Jahrgang 1927, prägten mit ihrer Musik weit über die Pfalz hinaus das Lebensgefühl einer ganzen Generation mit.

Vom Zauber schöner Lieder seit ihrer Kindheit besessen, hatten die Brüder Hein und Oss Kröher hunderte davon schon über drei Jahrzehnte zusammengetragen und gesungen. Zu ihrem Repertoire gehörten Lieder der Handwerksburschen auf der Walz, Tanzweisen der Kosaken, Cowboysongs, Shanties der Seeleute auf den Weltmeeren, Balladen französischer Amouren, Partisanenlieder, Freiheitsgesänge und Arbeiterlieder. Gemeinsam mit Peter Rohland erfanden sie das internationale Festival „Chanson Folklore International“ auf Burg Waldeck, das von 1964 bis 1969 stattfand. Eine Vielzahl von Tonträgern und Publikationen belegen ebenso wie Auftritte in der ganzen Welt das Wirken der Brüder.

Als Autor wurde Oss Kröher auch mit seinen Büchern erfolgreich. So beschreibt er in „Das Morgenland ist weit“ (erstmals 1997 erschienen) die erste Motorradreise von Deutschland nach Indien, die er 1951/52 zusammen mit einem Freund unternahm. Nach und nach hat er sein Leben autobiographisch aufgearbeitet: „Ein Liederleben“ (2005) schildert seine Jugend im Dritten Reich, „Auf irren Pfaden durch die Hungerzeit“ (2011) führt die Leser durch die Nachkriegszeit bis zum Aufbruch ins Morgenland. Für sein künstlerisches Werk wurde der Autor und Sänger mit Kunstpreisen und Auszeichnungen bedacht, unter anderem im Jahr 2000 mit dem Bundesverdienstkreuz erster Klasse.