Pfalzpreis-Nominierungen in den Sparten Literatur und bildende Kunst stehen fest

Pfalzpreis-Gala am 20. November

Theo Wieder spricht Begrüßungsworte

Foto: Voß/view

Die diesjährigen Nominierten für den Pfalzpreis in den Bereichen Literatur, sowie bildende Kunst mit Schwerpunkt auf Graphik, Fotografie, Video und Neue Medien wurden von den jeweils mit Fachleuten besetzten Jury unter Vorsitz des Bezirkstagsvorsitzenden Theo Wieder ausgewählt. In beiden Sparten ist der vom Bezirksverband vergebene Hauptpreis ist mit 10.000 Euro dotiert, der Nachwuchspreis mit 2.500 Euro. Der Pfalzpreis für Musik wird in diesem Jahr nicht vergeben.

Vier Bewerber wurden für den Hauptpreis für bildende Kunst in die engere Wahl gezogen: Nicole Ahlands großformatige schwarz-weißen Fotografien sind stark malerisch inspiriert und widmen sich der Lichtwirkung im Raum. Sarah Mock ist mit zwei Videoarbeiten in der Ausstellung vertreten. In ihren kulturhistorischen Arbeiten  mündet der Blick auf unsere Zeit in einer kritischen Schau der populären Gegenwartskultur. Hermann Recknagels Werkreihe Suppengrün zeigt in beeindruckend lebensgroßen Fotoportraits Erntearbeiter auf den Feldern der Vorderpfalz. Im Schaffen von Christiane Schlosser ergeben viele kleine zeichnerische Entscheidungen ein all over, ein Raster organischer Konkretion.

Für den Nachwuchspreis hat die Jury zwei Künstlerinnen nominiert: Andrea Grützner behandelt in ihrer Fotografien Tanztee mit reduzierten Ausschnitten das Thema des Älterwerdens. Jana Kerima Stolzer zeigt in ihren Videoinstallationen Fragmente digitalen Lifestyles, und wirft Schlaglichter auf die medial aufbereitete Wirklichkeit.

Für den Pfalzpreis für Literatur entschied sich die Jury für drei Nominierte, Eva Paula Pick, Monika Rinck und Kerstin Kempker. In Eva-Paula Picks Roman „Wo Hathors Kühe weiden“ wird die klassische literarische Reiseerzählung zum Leben erweckt. Monika Rincks Streitschriften „Risiko und Idiotie“ zwingen den Leser zum Nachdenken: über die Bedeutung, die Gedichte für uns haben, haben können oder sollten.Kerstin Kempkers Kurzprosa „Nur die Knochen bitte. Eine Übergabe“ entstand während des Aufenthaltsstipendiums im Künstlerhaus Edenkoben, inspiriert von der Beständigkeit der Landschaft.

Mit Marleen Widmer ist eine junge Autorin für den Nachwuchspreis nominiert. Ihr Roman „Zwischen den roten Tüchern“ erzählt über die Liebe, aber auch den Versuch einer Rebellion einer Frau gegen die Alltäglichkeit des Lebens. In Ann-Kathrin Asts Erzählung „Ariadnes Spucktuch“ zweifelt eine  Sopranistin an ihrer Fähigkeit, Gefühle zu empfinden, selbst ihrem Kind gegenüber.

Der Lebenswerkpreis wird diesmal an zwei Kunstschaffende vergeben: posthum an den 2014 verstorbenen Ludwigshafener Maler und Graphiker Rudolf Scharpf vergeben, sowie an den Autor Dr. Wolfgang Ohler, der u. a. auch im Pfälzer Dialekt schreibt.

Die Nominierten werden bei der Pfalzpreis-Gala am 20. November um 18 Uhr Uhr im Pfalztheater Kaiserslautern vorgestellt, wo auch die Bekanntgabe der Preisträger erfolgt. Der Eintritt ist frei.