Pfälzer Tabak wird ausgepflanzt

Anbaufläche wieder leicht gewachsen

Rund 450 Hektar werden bestückt: Pfälzer Tabakanbauer beim Auspflanzen

Rund 450 Hektar werden bestückt: Pfälzer Tabakanbauer beim Auspflanzen

Nach dem wechselhaften Wetter der vergangenen beiden Monate läuft zurzeit die Auspflanzung des Tabaks auf den Feldern. Die rund 50 Tabakanbauer der Region bepflanzen etwa 350 Hektar mit Virgin und knapp 100 Hektar mit Geudertheimer. Dabei steht jetzt schon fest, dass Virgin, der ausschließlich für Zigaretten und Wasserpfeifentabak produziert wird, drei Käuferfirmen und Geudertheimer, der sich gut als Zigarrentabak eignet, einen Abnehmer hat. Der amerikanische Käufer, der 2011 erstmals Interesse am hiesigen Tabak hatte, war damit derart zufrieden, dass er in diesem Jahr deutlich mehr abnehmen will. Allerdings stellt er spezifische Anforderungen an die Qualität, insbesondere was Rückstände, Beschaffenheit und innere Werte des Tabaks betrifft. Die Produktion eines rückstandsfreien Tabaks, wofür der pfälzische geeignet ist, gehört als fester Bestandteil zur Unternehmensphilosophie der Firma Santa Fe Natural Tobacco Company.

„Bei der Anbaufläche können wir eine leichte Tendenz nach oben verzeichnen“, sagte der Tabakbausachverständige für die Pfalz, Egon Fink. Insofern verstärke sich der Eindruck, dass der Tabakanbau in der Region seine Talsohle durchschritten hat. Erstmals gebe es bei drei Pflanzern auch Versuchsflächen für „Bio“-Tabak, das heißt organisch angebauten Tabak, bei dem nur Dünge- und Pflanzenschutzmittel eingesetzt würden, die auch im biologischen Anbau erlaubt seien. „Ziel ist es zu testen, ob sich die Anbautechnik künftig als realisierbar erweist“, so Fink.