Pierrette Blochs Werke erstmals in einem deutschen Museum

Ausstellung der international anerkannten Künstlerin begeistert Publikum in der Pfalz

Ihre Werke sind erstmals in einem deutschen Museum zu sehen (von rechts): Pierrette Bloch mit Bezirkstagsvize Günter Eymael

Ihre Werke sind erstmals in einem deutschen Museum zu sehen (von rechts): Pierrette Bloch mit Bezirkstagsvize Günter Eymael

„Der Bezirksverband Pfalz als Kulturförderer in der Region ist nicht nur stolz auf sein Kunstmuseum, sondern auch darauf, dass es der Pfalzgalerie-Direktorin gelungen ist, eine solch großartige Ausstellung nach Kaiserslautern zu holen.“ Mit diesen Worten begrüßte Bezirkstagsvize Günter Eymael die zahlreichen Gäste im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk) bei der Eröffnung der Ausstellung „Pierrette Bloch – Linie, Punkt, Poesie“. Er war sichtlich von den Arbeiten wie auch von der 85-jährigen Künstlerin beeindruckt, die bereits Tage zuvor aus Paris angereist war, um am Aufbau und bei der Eröffnung ihrer Werkschau – der ersten in einem deutschen Museum überhaupt – dabei zu sein. In Frankreich gehöre sie, so Eymael, zu den bedeutendsten Kunstschaffenden der Gegenwart, „hierzulande gilt es, ihr Schaffen noch zu entdecken“. Er dankte der Künstlerin, der Galerie Karsten Greve, Köln/Paris/St. Moritz, sowie verschiedenen französischen Privatsammlungen für das Zustandekommen „dieser wunderbaren Schau“.

Dr. Britta E. Buhlmann, Direktorin des mpk, stellte die Künstlerin, die sich selbst als Malerin, bezeichnet, sowie ihr variantenreiches Schaffen vor. Pierrette Bloch habe „im zarten Alter von 23 Jahren ihre erste Ausstellung“ gehabt; inzwischen seien ihre Werke weltweit in den renommierten Museen zu sehen, unter anderem im Centre Pompidou in Paris, im Stedelijk Museum in Amsterdam, im MoMA in New York und im Yokohama Museum of Art in Japan. Buhlmanns Freude war spürbar während der gesamten Vernissage, diese „wunderbare Auswahl ihrer Werke nun in Kaiserslautern“ präsentieren zu können. Sie habe die Arbeiten von Pierrette Bloch zum ersten Mal auf der Art Basel gesehen und sei sofort begeistert gewesen. „Damals begann ich, mich intensiv mit ihrem Werk zu beschäftigen.“ Als Pferdefan fasziniere sie besonders Blochs Arbeiten aus Rosshaaren. Mit diesem Material, das sich durch Elastizität und Spannkraft auszeichne, schaffe sie „zierliche Skulpturen“, die man auch als „Zeichnungen im Raum“ bezeichnen könne. Begeistert zeigte sie sich auch von den Collagen sowie den „titelgebenden Punkten“. „Pierrette Bloch stellt uns einen ganzen Kosmos an Punkten vor“, so Buhlmann. Sie dankte ihrer Stellvertreterin, Dr. Annette Reich, die die Ausstellung und den Katalog betreut habe, sowie Sachiko Furuhata-Kersting „für die furiose musikalische Begleitung“ am E-Piano.

Die Arbeiten von Pierrette Bloch, die zwischen 1959 und 2012 entstanden, sind im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk), Museumsplatz 1, bis zum 9. März zu sehen, und zwar mittwochs bis sonntags sowie feiertags von 10 bis 17 Uhr und dienstags von 11 bis 20 Uhr geöffnet. Im Rahmen der Werkschau finden zahlreiche Begleitveranstaltungen statt; weitere Informationen unter www.mpk.de