Räume erlebbar gemacht

Neue Installationen, Wandobjekte und Papierarbeiten von Werner Haypeter im mpk

Klare Formensprache: Mikado-Installation von Werner Haypeter von 2013 aus Acrylfarbe

Das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk) zeigt vom 30. November bis zum 2. März unter dem Titel „HAYPETER, raum maß-geblich” rund 30 überwiegend neue Installationen, Wandobjekte und Papierarbeiten des in Bonn und Düsseldorf lebenden Künstlers Werner Haypeter, der zu den wichtigen zeitgenössischen konkreten Künstlern gehört. Die Ausstellung wird am Freitag, 29. November, um 19 Uhr in Anwesenheit des Künstlers eröffnet. Museumsdirektorin Dr. Britta E. Buhlmann und Ausstellungskuratorin Dr. Annette Reich begrüßen die Gäste. Albert Koch und Werner Steiner sorgen mit Blues Harp und Gitarre für das entsprechende Ambiente. Für Kinder ab sechs gibt es ein museumspädagogisches Angebot von Andrea Löschnig.

Werner Haypeter scheint seinem Werk eine neue Richtung zu geben. Indiz hierfür sind zwei eigens für die Ausstellung im Museum des Bezirksverbands Pfalz geschaffene Mikado-Installationen, die wichtige Aspekte seines Schaffens verdichten und augenfällig machen. Haypeter beschäftigt sich mit Bildräumen: mit Räumen, die von Objekten eingenommen werden, und mit Räumen, in denen wir uns bewegen. Sein Vorgehen ist experimentell, seine Materialien sind vielfältig. Die Verwendung von Kunststoff spielt in seinem Schaffen eine zentrale Rolle, wobei Licht und Farbe von besonderer Bedeutung sind.

Haypeter beschäftigt sich immer wieder mit unterschiedlichen Vorstellungen von Raum, die er sinnlich erfahrbar macht, und zwar sowohl in seinen Installationen aus Holzmikadostäben, Plexiglas und Acrylfarbe als auch in jenen aus Epoxidharz und Holz und in denen aus Aluminiumröhren und fluoreszierender Farbe. Darüber hinaus zeigt das mpk Wandobjekte, vorwiegend aus Epoxidharz, Acryl und Plexiglas sowie gerissene, geschnittene und gefaltete Papierarbeiten. Neben abstrakten Formen bestimmen gesellschaftliche Aspekte, wie das Spiel als wesentliches Element menschlicher Kultur, sein vielschichtiges Schaffen. Ein interessanter Aspekt seiner Arbeitsweise ist unter anderem die Verschlüsselung von Maßeinheiten: Längen- oder Volumenmaße stellen innerhalb eines Werkes zu errechnende Bezüge zwischen einzelnen Elementen her, die sich schlüssig zu einem Ganzen gruppieren. Darüber hinaus stellt Haypeter großzügige Gesamträume vor und setzt sie miteinander in Beziehung. Raummaß und Raum an sich sind in dieser Ausstellung in doppeltem Sinn maßgeblich.

Werner Haypeter, 1955 im niedersächsischen Helmstedt geboren, studierte von 1978 bis 1985 an der Kunstakademie Düsseldorf und war seit 1983 Meisterschüler bei Prof. Erwin Heerich. In den 1990er Jahren erhielt er Stipendien des Landes Nordrhein-Westfalen, der Unternehmensgruppe A. Sutter in Essen und des Kunstfonds in Bonn. In zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland waren und sind Werke des Künstlers zu sehen; ebenso ist er in zahlreichen Museen präsent. Private und öffentliche Leihgeber im In- und Ausland ermöglichen die Schau, die Haypeter eigens für das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern entworfen hat.

Die Münchner Hypo-Kulturstiftung sowie die Volksbank Kaiserslautern-Nordwestpfalz unterstützen die Ausstellung, zu der es einen zweisprachigen Katalog (Deutsch/Englisch) gibt, der für 16 Euro an der Museumskasse erhältlich oder über www.mpk.de bestellbar ist. Das Begleitprogramm bietet Führungen, Gespräche, museumspädagogische Aktionen für Schulen, Kinder und Erwachsene sowie eine zweisprachige Ausgabe von „Art after Work“ am 3. Dezember und ein Kunst(früh)stück am 26. Januar. Parallel zur Schau im mpk zeigt die Galerie Wack in Kaiserslautern vom 7. Dezember bis 25. Januar ebenfalls Werke von Haypeter. Das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern am Museumsplatz 1 ist mittwochs bis sonntags sowie feiertags von 10 bis 17 Uhr und dienstags von 11 bis 20 Uhr geöffnet. An Heiligabend und dem ersten Weihnachtsfeiertag sowie an Silvester und Neujahr bleibt das Haus geschlossen. Weitere Informationen unter www.mpk.de.

Ort

Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern, Museumsplatz 1, 67657 Kaiserslautern

Pressevorbesichtigung

Mittwoch, 27. November, 11 Uhr, und nach telefonischer Vereinbarung

Eröffnung

Freitag, 30. November, 19 Uhr

Ausstellungsdauer

30. November 2013 bis 2. März 2014

Öffnungszeiten

Di 11 – 20 Uhr, Mi – So 10 – 17 Uhr, Feiertage 10 – 17 Uhr

Heiligabend, 1. Weihnachtsfeiertag, Silvester und Neujahr geschlossen

Information

www.mpk.de, info@mpk.bv-pfalz.de, Telefon +49(0)631 3647-201, Fax +49(0)631 3647-202

Eintritt

Sammlung: 3 Euro, Sonderausstellungen: 5 Euro, Kombikarte (Sammlung und Sonderausstellung) 6 Euro, Familienkarte (Kombi) 10 Euro, Jahreskarte (Kombi) 20 Euro, freier Eintritt für Kinder und Schüler bis 16 Jahren sowie für Studenten

Medienpartner

Rheinpfalz, SWR 2

Kuratorin

Dr. Annette Reich, a.reich@mpk.bv-pfalz.de, Telefon 0631 3647-203

Pressedownloads

www.mpk.de – hier sind Pressefotos abgelegt