Schüler erarbeiten App-basiertes Spiel

Bezirksverband Pfalz bietet virtuelle „Schnitzeljagd“ zum Jugendfest der Kulturen

Freuen sich über das Ergebnis: Jugendliche der Klasse 10 b des Kaiserslauterer Gymnasiums am Rittersberg mit dem Bezirkstagsvorsitzenden Theo Wieder und Projektmanagerin Brigitte Rottberg (Mitte)

Freuen sich über das Ergebnis: Jugendliche der Klasse 10 b des Kaiserslauterer Gymnasiums am Rittersberg mit dem Bezirkstagsvorsitzenden Theo Wieder und Projektmanagerin Brigitte Rottberg (Mitte)

Zum Jugendfest der Kulturen, das der Bezirksverband Pfalz am 15. Juli für angemeldete Schulklassen in Kaiserslautern veranstaltet, haben Schülerinnen und Schüler in Kooperation mit dem Museum Pfalzgalerie ein kostenloses App-basiertes Spiel erarbeitet. „Wir wollen damit unsere Zielgruppe – die 14- bis 18-Jährigen – direkt ansprechen, Wissen auf spielerische Weise vermitteln und altersgerecht agieren“, sagte Bezirkstagsvorsitzender Theo Wieder bei der Präsentation. Er verwies auch auf den Facebook-Auftritt zu dieser Großveranstaltung, zu der rund 5.000 Teilnehmer aus allen Teilen der Pfalz kommen. „Diese Region ist seit jeher von der Auswanderung wie auch der Einwanderung geprägt.“ Deshalb wolle der Bezirksverband Pfalz, so Wieder, vermitteln, dass „Integration ein selbstverständlicher Teil der Gesellschaft“ sei, „andere Kulturen unsere eigene bereichern“ und man keine Angst vor ihnen haben müsse.

Die Klasse 10 b des Gymnasiums am Rittersberg in Kaiserslautern hat das Spiel auf der technischen Grundlage der „Placity“-App entworfen, die vor drei Jahren im Rahmen eines Schülerprojekts am Kaiserdom-Gymnasium in Speyer entwickelt wurde. Die Studenten Niels Münzenberger und Fabian Kögel, die damals daran beteiligt waren, Lehrerin Angelica Steinmacher vom Rittersberg-Gymnasium sowie Andrea Löschnig, Museumspädagogin am Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk), unterstützten die Jugendlichen bei ihrem Vorhaben, eine virtuelle „Schnitzeljagd“ durch Kaiserslautern zu erstellen. „Ritter Siegfried“, erläuterte Löschnig, „führt zu acht Stationen, die Aspekte der Kaiserslauterer Stadtgeschichte beleuchten.“ Unterwegs treffe er die unterschiedlichsten Menschen, wodurch „das Thema Aus- und Einwanderung – historisch wie gegenwartsbezogen beleuchtet“ werde. Dabei lasse sich auch ein Rätsel lösen.

„An diesem Medium sind die Schüler sehr interessiert, weshalb wir uns auf dieses Experiment eingelassen haben“, begründete Schumacher das Projekt und fügte hinzu, dass die 26 beteiligten Schülerinnen und Schüler „alles selbst gemacht haben, sogar die Fotos in der Stadt“. „Das ist unser kleines Baby“, bezeichnete Klassensprecherin Christina Petrovic das App-basierte Spiel. Und Marleen Mieger ergänzte: „Es hat uns viel Spaß gemacht und wir konnten viel lernen.“ Es sei ein „schönes Projekt, das wir gerne unterstützen“, sagte Werner Stumpf, Vorstandsmitglied der Stadtsparkasse Kaiserslautern, die auch das gesamte Vorhaben rund um das Jugendfest der Kulturen fördert.

Die Smartphone-Nutzer unter den Teilnehmern des Jugendfests der Kulturen können das App-basierte Spiel ab dem 13. Juli installieren, das sich dann am Schulaktionstag starten lässt. Später steht es dann für all jene, die in Kaiserslautern eine Erlebnistour machen wollen, zur Verfügung. Allgemeine Infos zum Schulaktionstag gibt es unter www.jugendfest-der-kulturen.de.