Spannendes Rennen um den Haupt- und Nachwuchspreis

Zehn Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker beim Pfalzpreis nominiert

Beim Auswahlverfahren: Jury des Pfalzpreises für das Kunsthandwerk unter Vorsitz von Bezirkstagsvize Manfred Petry (links)

Beim Auswahlverfahren: Jury des Pfalzpreises für das Kunsthandwerk unter Vorsitz von Bezirkstagsvize Manfred Petry (links)

Ein spannendes Rennen um den mit 10.000 Euro dotierten Hauptpreis und den mit 2.500 Euro dotierten Nachwuchspreis versprechen die Nominierungen zum diesjährigen Wettbewerb um den Pfalzpreis für das Kunsthandwerk, der alle drei Jahre vom Bezirksverband Pfalz ausgeschrieben und von der Handwerkskammer der Pfalz mit organisiert und veranstaltet wird. 38 Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker hatten sich in diesem Jahr beworben, 24 Teilnehmer wurden für den Wettbewerb und die begleitende Ausstellung im Herbst zugelassen, wovon fünf für den Pfalzpreis nominiert sind. Weitere fünf Kandidatinnen und Kandidaten, die bei der Ausschreibung das 30. Lebensjahr noch nicht vollendet hatten, dürfen auf den Nachwuchspreis hoffen.

Für den Pfalzpreis nominiert wurden die Edelstein- und Schmuckdesigner Claudia Adam und Jörg Stoffel aus Stipshausen, die aus einer Weinflasche des Weingutes Bassermann-Jordan aus dem Jahr 1912 Schmuck gefertigt haben, die Keramikerin Karin Flurer-Brünger aus Klingenmünster, die die Jury mit einer schwarzbrandigen Gefäßgruppe aus dem Kohlenmeiler beeindruckt hat, der Musiker und Instrumentenbauer Heiko Plank aus Kaiserslautern, der individuelle Gitarren in Einzelfertigung baut, die Edelstein- und Schmuckdesignerin Jennifer Sauer aus Stipshausen, die Edelsteine und Edelmetalle mit Naturprodukten kombiniert, und der Metallgestalter Sebastian Schreiber aus Ludwigshafen, der mit handwerklich präzis gearbeiteten Objekten aus unterschiedlichen Metallen überzeugte und vor zwei Jahren den Bundessieg im Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks erzielte. Über eine Nominierung für den Nachwuchspreis freuen sich der Tischler Philipp Heinrich aus Gleisweiler, die Fotografin Melanie Hubach aus Erpolzheim, der Tischler Lars Liebel aus Jockgrim, der Tischler Johannes Metzmann aus Kleinkarlbach und die Goldschmiedin Jona Parr aus Kaiserslautern.

Zur Jury unter Vorsitz von Bezirkstagsvize Manfred Petry gehörten Karin Bille, Leiterin der Formberatungsstelle der rheinland-pfälzischen Handwerkskammern, Dr. Patricia Brattig, Kuratorin am Museum für angewandte Kunst in Köln, Svenja Kriebel, Abteilungsleiterin für Angewandte Kunst am Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern, Uli Lamp, Vorsitzender des Kunstfördervereins Donnersbergkreis und Rainer Wadewitz, Vorstandsvorsitzender des Berufsverbands Kunsthandwerk Rheinland-Pfalz. Die Preisverleihung, bei der auch die Preisträger bekannt gegeben werden, findet im Rahmen einer Pfalzpreis-Gala am Samstag, 25. Oktober, im Pfalztheater in Kaiserslautern statt. Die begleitende Ausstellung zum Pfalzpreis für das Kunsthandwerk läuft vom 26. Oktober bis 23. November im Theodor-Zink-Museum/Wadgasserhof in Kaiserslautern.